Verkehrsschau 2025: Keine akuten Gefahrenstellen festgestellt
Verkehrssituation an fünf Standorten überprüft – kleinere Optimierungen beschlossen

Das Bild zeigt die Kreuzung in Adelhausen, an der Radfahrende queren können
Ziel der alle zwei Jahre stattfindenden Begehung ist es, Hinweise aus der Bevölkerung aufzugreifen und mögliche Gefahrenstellen vor Ort zu bewerten.
In diesem Jahr standen insgesamt fünf Anliegen auf dem Programm: die Kreuzung B34/Karsauer Straße in Karsau, zwei Bereiche entlang der L139 in Adelhausen, die Adelhauser Straße in Eichsel, der Bereich Einhäge sowie die B34 in Warmbach und die Kreuzung Untere Dorfstraße/Nollinger Straße in Nollingen.
Das Ergebnis der Verkehrsschau fällt insgesamt positiv aus. An keinem der überprüften Standorte wurde ein akuter Handlungsbedarf festgestellt. Dennoch konnten an mehreren Stellen Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert werden.
Karsau: Sichtverhältnisse ausreichend
In Karsau wurde die Kreuzung B34/Karsauer Straße hinsichtlich der Sichtbeziehungen zwischen Rad- und motorisiertem Verkehr begutachtet. Nach Einschätzung der Teilnehmenden werden die erforderlichen Sichtdreiecke eingehalten. Zusätzliche Maßnahmen seien daher nicht notwendig. Vielmehr komme der gegenseitigen Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmenden besondere Bedeutung zu.
Adelhausen: Zusätzliche Hinweise für Radverkehr
In Adelhausen wurde der Wunsch geäußert, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der L139 an der Abzweigung nach Hüsingen sowie rund 100 Meter vor dem Ortseingang aus Richtung Minseln auf 70 Stundenkilometer zu reduzieren.
Da sich beide Bereiche außerhalb geschlossener Ortschaften befinden und verkehrlich unauffällig sind, bestehen hierfür laut Straßenverkehrsordnung keine rechtlichen Voraussetzungen. Dennoch wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beschlossen: Im Kreuzungsbereich der Abzweigung nach Hüsingen soll künftig ein zusätzliches Verkehrszeichen auf querende Radfahrerinnen und Radfahrer aufmerksam machen. Im Bereich der Naturkita werden bestehende Schilder neu positioniert, um die Übersichtlichkeit zu verbessern.
Eichsel: Tempolimit bleibt unverändert
Auch in Eichsel stand eine Geschwindigkeitsreduzierung zur Diskussion. Bürgerinnen und Bürger hatten angeregt, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Adelhauser Straße im Bereich Biefang von 70 auf 50 Stundenkilometer zu senken.
Da es sich um eine außerörtliche und bislang unauffällige Strecke handelt, kann eine weitere Reduzierung nicht umgesetzt werden. Stattdessen soll die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung durch zusätzliche Beschilderung stärker hervorgehoben werden. Außerdem wurden Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei vereinbart.
Warmbach: Ortsschild und Ampelschaltung bleiben bestehen
In Warmbach beschäftigten sich die Teilnehmenden mit zwei Anliegen: der Verlegung des Ortsschildes im Bereich B34/Einhäge an die Gemarkungsgrenze sowie einer nächtlichen Abschaltung der Ampelanlage an der Kreuzung B34/Rheinfelden-Süd.
Eine Verlegung des Ortsschildes kommt nicht infrage. Wie die Leiterin der Verkehrsabteilung, Isabell Trautmann, erläutert, richtet sich der Standort eines Ortsschildes nach dem Beginn einer geschlossenen Bebauung und den damit verbundenen ortsabhängigen Vorgängen, etwa dem Auftreten von Fußgängerverkehr. Diese Voraussetzungen seien an der Gemarkungsgrenze nicht gegeben.
Auch die nächtliche Abschaltung der Ampelanlage wurde verworfen. Aufgrund von Erfahrungen in Nachbarkommunen, wo nach Abschaltungen die Unfallzahlen gestiegen seien, soll die bestehende Bedarfsschaltung beibehalten werden. Dabei schaltet die Anlage nachts bei Bedarf zügig auf Grün, sobald Fahrzeuge erkannt werden.
Nollingen: Ampelschaltung wird überprüft
In Nollingen wurde die Verkehrssituation an der Kreuzung Untere Dorfstraße/Nollinger Straße nach der Umwandlung zur Stoppstraße im Jahr 2024 bewertet. Die Unfallzahlen zeigen nach Angaben der Verkehrsbehörde einen rückläufigen Trend.
Unabhängig davon stellten die Teilnehmenden fest, dass die derzeit leicht versetzte Schaltung der beiden Ampeln an der Kreuzung nicht optimal ist. Um mögliche Konfliktsituationen zu vermeiden, soll nun gemeinsam mit dem Landkreis eine Synchronisierung der Signalanlagen geprüft werden.
„Die Verkehrsschau zeigt, dass viele der angesprochenen Bereiche bereits sicher gestaltet sind. Gleichzeitig konnten wir dort, wo Verbesserungen sinnvoll erscheinen, konkrete Maßnahmen auf den Weg bringen“, fasst Ordnungsamtsleiter Dominic Rago die Ergebnisse zusammen.


