Zum Hauptinhalt springen
Nachrichten aus Oberrhein

Theodor-Heuss-Realschule – Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen

„Mit der Fertigstellung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen an der Theodor-Heuss-Realschule sorgen wir für sichere, moderne Lernräume und danken zugleich allen Beteiligten für die gute Projektkoordination, die die kontinuierliche Modernisierung unserer städtischen Schulen möglich macht.“ Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić

v.l.: Sascha Held (Held Architektur Lörrach), Robert Schäfer (Fachbereichsleiter Hochbau), Oberbürgermeister Jörg Lutz, Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić, Violeta Gurmić

Stadt Loerrach © Hannah Schelly

Die Theodor Heuss Realschule in Lörrach (Schützenstraße 22, Campus Rosenfels) wurde 1965/66 errichtet und ist eine vier- bis fünfzügige Realschule mit 701 Schülerinnen und Schülern in 28 Klassen (Stand Schuljahr 2025/26). Das Gebäude aus Sichtbeton der 1960er Jahre wurde 2010 bis 2011 umfassend modernisiert und erweitert. Die Sanierung umfasste die energetische Ertüchtigung der Gebäudehülle, eine umfassende Erdbebenertüchtigung mittels Stahlfachwerk Passerelle und die Neugestaltung eines Südeingangs als Verbindung zum benachbarten Campus Rosenfels. Diese zweigeschossige Passerelle dient gleichzeitig als horizontale Erschließung, barrierefreier Zugang per Aufzug in alle Geschosse sowie als sichtbare Konstruktion auf der Südseite des Gebäudes, die statische Lasten über Bohrpfähle in den Untergrund ableitet.

Die Sanierungsmaßnahmen am südlichen Treppenaufgang samt Eingangsbereich sowie die Verschattung der Passerelle konnten nun erfolgreich abgeschlossen werden.

Effizienter Hitzeschutz für die Passerelle dank neuer Jalousien
Um den sommerlichen Temperaturanstieg im Innenraum effektiv zu begrenzen, erhielt die Glasfassade des Obergeschosses eine bauliche Ergänzung: Eine außenliegende Verschattung in Form moderner Jalousien wurde installiert. Ziel war es, die thermische Belastung zu reduzieren und den Nutzenden auch in den heißen Monaten ein angenehmes Raumklima zu ermöglichen.
Die Arbeiten an den Jalousien begannen Anfang Juni 2025 und wurden im Spätsommer fertiggestellt. Die zugrundeliegende Steuerung basiert auf dem KNX-System, das eine intelligente und energieeffiziente Regelung des Sonnenschutzes erlaubt. Die Gesamtkosten für die bauliche Maßnahme belaufen sich auf rund 310.000 Euro.

Erneuerung der südlichen Außentreppe – Sicherer Zugang durch neue Stahlkonstruktion und Betonstufen
Die südliche Außentreppe des Gebäudes wurde umfassend saniert, nachdem an der bestehenden Stahlkonstruktion Korrosionsschäden sowie erhebliche Mängel am Belagsmaterial festgestellt wurden. Ziel der Maßnahme war es, die Sicherheit, Funktionalität und Langlebigkeit des Zugangsbereichs dauerhaft zu gewährleisten. Im Zuge der Sanierung wurde die gesamte Stahlkonstruktion der Treppe im Dezember 2024 demontiert. Dies erforderte nicht nur eine statische Ertüchtigung, sondern auch die vollständige Erneuerung des Treppenbelags. Für die neue Konstruktion wurden robuste, bewehrte Betonfertigteilstufen verwendet, die sowohl technisch als auch optisch eine nachhaltige Lösung darstellen. Das Projekt verlief mit kleineren baulich bedingten Verzögerungen, sodass sich die Wiedereröffnung der Treppe zeitlich etwas verschob. Die vollständige Fertigstellung sowie die Wiederinbetriebnahme des Eingangsbereichs erfolgten Anfang Dezember 2025. Die Gesamtkosten für die bauliche Maßnahme belaufen sich auf rund 350.000 Euro und können trotz Verzögerung eingehalten werden.

Verbesserter Witterungsschutz: Eingangsfassade am Südeingang teilweise erneuert und vorverlagert
Um den wiederholten Feuchtigkeitseintrag in die unter dem Südeingang liegende Gymnastikhalle nachhaltig zu beheben, wurde der Eingang des Gebäudes baulich neu gestaltet. Durch die Maßnahme wurde der Eingangsbereich an die Gebäudekante verlegt, sodass der Windfang entfällt, mit dem Ziel, Schäden an der Grundsubstanz des Gebäudes durch Feuchtigkeitseintrag auszuschließen. Die Bauarbeiten begannen im März 2025, dabei wurde zuerst die Fassade versetzt. Die Fertigstellung des Innenausbaus und der Außentreppe fand Anfang Dezember 2025 statt, wodurch der neu gestaltete Eingang wieder in Betrieb genommen werden konnte.

Im Verlauf der Maßnahme zeigte sich ein zusätzlicher Sanierungsbedarf: Entgegen der ursprünglichen Planung musste die Fassade in Teilen erneuert werden, da bauliche Schäden im Bereich des Fassadenanschlusses zum Bo-den festgestellt wurden. Dies wurde im Projektverlauf erfolgreich berücksichtigt. Technisch kam erneut eine bewährte Pfosten-Riegel-Konstruktion in Metall-Glas-Ausführung zum Einsatz, wie sie bereits zuvor verbaut war. Die Gesamtkosten der baulichen Maßnahme belaufen sich auf rund 310.000 Euro. Durch die Verzögerung entstanden keine Mehrkosten.

Kostenrahmen
Die geplanten Kosten für die Unterhaltungssanierung an Außentreppe, Eingangsbereich und Passerelle beliefen sich auf rund 970.000 Euro, wovon Landeszuschüsse in Höhe von etwa 132.000 Euro beantragt wurden. Die abschließende Kostenfeststellung steht noch aus; derzeit wird von tatsächlichen Gesamtkosten in Höhe von rund 970.000 Euro ausgegangen, die somit exakt im geplanten Budgetrahmen liegen.

Text/Bild: Stadt Lörrach

Auch interessant:

Anzeige

Anzeige