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Nachrichten aus Oberrhein

Pfandringe für Weil am Rhein: Azubi-Projekt der Firmen Faller und Rathberger mit gesellschaftlichem Nutzen

Soziale und pragmatische Lösung

Weil am Rhein. Nicht nur ver-, sondern auch anpacken und Gutes tun: Für die Auszubildenden der Firma Faller Packaging in Binzen und Schopfheim gehört das im Rahmen ihres Projekts „Soziales Engagement“ fest zum Jahresprogramm. Diesmal haben sie sich in Zusammenarbeit mit der Firma Rathberger aus Efringen-Kirchen eine umweltschonende, pragmatische und nachhaltige Lösung ausgedacht: Pfandringe. 19 von ihnen sind nun an viel frequentierten Orten in Weil am Rhein mit Friedlingen und Haltingen angebracht worden.

Die Auszubildenden der Firman Faller Packaging und Rathgeber beweisen soziales und gesellschaftliches Engagement. In Zusammenarbeit mit der Leiterin des städtischen Betriebshofs, Andrea Müller (r.), wurden nun die Pfandringe an verschiedenen Orten im Stadtgebiet angebracht

Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

„Eine Flasche für mich, eine Mahlzeit für dich“, so lautet das Motto des sozialen Projekts, das die neun Azubis und Studenten eigenständig und von der Pike auf ausgearbeitet, entwickelt und bis zur Montage in die Tat umgesetzt haben. „Zum einen geht es darum, soziales und gesellschaftliches Engagement zu beweisen, zum anderen aber auch darum, ein solches Projekt im Team von Anfang bis Ende zu begleiten“, erklärt Sarah Arnoldi, die stellvertretende Ausbildungsleiterin und Koordinatorin dieses Projekts.

Durch die Pfandringe, so halten die Auszubildenden fest, soll einerseits verhindert werden, dass Menschen ihre Pfandflaschen in einen Mülleimer werfen, andererseits sollen es Menschen einfacher haben, Pfandflaschen einzusammeln. Der Griff in den dreckigen Mülleimer bleibe ihnen damit erspart. „Für viele sind es ja nur 0,25 Cent, doch für andere kann das schon eine Mahlzeit sein“, so die Azubis.

Mit im Boot war auch die Firma Rathberger, die das Projekt ohne zu zögern für ihre Azubis übernahm und gleich auch die Produktion übernahm sowie die anfallenden Produktionskosten beisteuerte. „Die Förderung junger Leute und ihrer guten Ideen ist uns ein echtes Anliegen“, meint Marius Wagener, Mitglied der Geschäftsleitung.

Die Azubis legten selbst an und montierten die hochwertigen Pfandringe an 19 gut frequentierten Standorten.

Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

Das Produkt ist hochwertig gefertigt, besteht aus umweltschonendem Material, ist langlebig und rostfrei. Insgesamt 30 Pfandringe wurden in unterschiedlichen Größen gefertigt, damit sie an Laternenpfosten, Bushaltestellen und weiteren Orten im Zentrum der 3-Länder-Stadt angebracht werden können.

Die Standorte wurden durch den städtischen Betriebshof festgelegt. Leiterin Andrea Müller und ihr Stellvertreter Reiner Müller wählten die Orte aus, an denen sich viele Menschen aufhalten. Zunächst sollen 19 Pfosten bestückt werden, um sich dann ein Bild der Lage zu machen. „Wir schauen uns an, wie diese Pfandringe ankommen. Ich finde diese Idee jedenfalls klasse. Wir haben dieses Projekt der jungen Leute sehr gerne unterstützt“, lässt Andrea Müller wissen, die zur Montage des ersten Rings am Durchgang zum Rathausplatz gleich auch die ersten Pfandflaschen mitgebracht hatte.

Umweltschonend, pragmatisch und nachhaltig: Sechs Pfandflaschen finden hier Platz.

Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

Um den Bürgerinnen und Bürgern diese Aktion näher zu bringen und verständlich zu machen, gestalteten die Azubis gleich auch ein Haft-Etikett, dass die Anwendung dieser Pfandringe genau beschreibt. Um das zur Verfügung gestellte Projektbudget noch etwas zu erhöhen, riefen die Faller-Auszubildenden auch noch eine Sammelaktion ins Leben. An den Standorten in Binzen und Schopfheim konnten die Mitarbeitenden ihre Pfandflaschen spenden.

Text/Bilder: Stadtverwaltung Weil am Rhein

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