Die Radinfrastruktur wird verbessert
Radweg Alte Straße: Bauarbeiten für wichtige Verkehrsachse haben begonnen
Weil am Rhein. Jetzt geht’s los: Der Ausbau der Radverbindung entlang der Alten Straße zwischen der Einmündung Heldelinger Straße bis zur nördlichen Grenze der Kläranlage im Bändlegrund hat begonnen. Bis Anfang August soll die 1119 Meter lange Strecke auf der Rheinseite dann für die vielen Zweirad-Pendler und Freizeitradler fertiggestellt werden. Mit dem Spatenstich wurde nun diese Großbaumaßnahme symbolisch eingeläutet.
Die Bauarbeiten haben begonnen: Beim symbolischen Spatenstich waren (v.l.) Martin Brunkow, Abteilungsleiter des Ingenieurbüros Krebs und Kiefer, Matthias Matz, Bauleiter der Firma Oskar Vogel, sowie aus dem Rathaus Christiane Leonhardt, Projektleiterin der Abteilung Verkehr und Tiefbau, Oberbürgermeister Wolfgang Dietz und Bürgermeister Martin Gruner mit von der Partie.
Der Neubau des Radwegs Alte Straße gehört zur Basisroute des Radverkehrskonzeptes „Velo 2025“ und ist daher auch überregional von enormer Bedeutung. „Das ist eine wichtige Verkehrsachse. Die Alte Straße ist stark frequentiert. Der Spatenstich ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Verbesserung unserer Radinfrastruktur“, macht Oberbürgermeister Wolfgang Dietz deutlich.
Wie Projektleiterin Christiane Leonhardt von der Abteilung Verkehr und Tiefbau erklärt, wird der mehr als ein Kilometer lange Weg zu 75 Prozent eine Fahrbahnbreite von drei Metern umfassen. Aufgrund der Grundstücksverhältnisse musste der Rest auf 2,50 Meter verschmälert werden.
Eine Mitteinsel auf Höhe der Kläranlage soll das Queren der Alten Straße sicherer machen. Für sie mussten einige Bäume der Allee weichen, werden jedoch an anderer Stelle durch die Pflanzung neuer Bäume ersetzt. „Künftig wird im Bereich der Querungsstelle die Geschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer reduziert“, sagt Leonhardt.
Apropos Sicherheit. „Alle Kreuzungsbereiche erhalten eine völlflächige farbliche Kennzeichnung und der Rad- und Fußverkehr wird im Kreuzungsbereich Heldelinger Straße durch den Umbau des Rechtsabbiegerstreifens mehr in das Sichtfeld der Kraftfahrzeugfahrer gerückt“, führt Leonhardt aus.
Während der gesamten Bauzeit wird die Alte Straße halbseitig gesperrt, die vorhandene Restbreite der Straße beträgt 3,05 Meter. Die Verkehrsregelung erfolgt durch eine Lichtsignalanlage. Auch muss immer eine Seite des Rad- und Gehwegs gesperrt werden.
Die Maßnahme „Ausbau Radweg Alte Straße Nord“ ist Teil eines großen Ganzen. Nach dem Ausbau des nördlichen Abschnitts soll der südliche Abschnitt bis zur Colmarer Straße in Angriff genommen werden. Als Verbindung zum Rhein ist nach dem Ausbau der Nordwestumfahrung (NWU) eine Radroute vom Kreisel der NWU über die Autobahn zum Rhein hin vorgesehen. Die Route entlang der Alten Straße dient hier als Lückenschluss.
Der Radweg entlang der Alten Straße wird zum einen durch touristischen Radverkehr, zum anderen durch örtliche und überregionale Berufspendler genutzt. Er ist Teil des Landesfernradweges (Veloroute Rhein), des Südschwarzwald Radwegs, der Rhein-Route D8 und zudem Bestandteil des Radverkehrskonzepts des Landkreises und der Stadt Weil am Rhein. Dieser Teil der Route wird nach dem städtischen Radverkehrskonzept künftig als Basisroute Märkt eingestuft. Sie ist mit der Pendlerroute Kandern-Basel verbunden.
Für die Baumaßnahme sind 934 000 Euro im Haushalt eingestellt. Aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ erhält die Stadt einen Zuschuss von 622 000 Euro. Weitere rund 82 000 Euro erhält die Stadt aus dem Schweizer Agglo-Programm. „Die finanzielle Unterstützung durch das Land und den Bund sowie der Schweiz sind in der aktuell schwierigen finanziellen Lage der Kommunen von ausschlaggebender Bedeutung", sagt Wolfgang Dietz.


