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Nachrichten aus Markgräflerland

Zentrum für Beruf und Gesundheit verabschiedet Andrea Nordmann

19 Jahre lang hat sie die Geschicke des Bad Krozinger Zentrums für Beruf und Gesundheit mitbestimmt und darüber hinaus als Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der medizinisch-beruflichen Rehabilitationseinrichtungen wesentlich mit dazu beigetragen, dass dieser Bereich als eigenständige Säule des Gesundheitswesen wahrgenommen und zukunftsorientiert weiterentwickelt wird. Nun verlässt Andrea Nordmann Bad Krozingen, um die fachliche Leitung des beruflichen Trainingszentrums in Dortmund zu übernehmen.

BKeV-Vorstand verabschiedet Andrea Nordmann. (V.l.) Bürgermeister Volker Kieber, Bernhard Grotz, Andrea Nordmann und Geschäftsführer Christian Thomann

Foto: Stadt Bad Krozingen

Vergangenen Dienstag wurde Andrea Nordmann im Beisein von KollegInnen und beruflichen WeggefährtInnen von Bürgermeister Volker Kieber, in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Benedikt-Kreutz e.V. (BKeV), verabschiedet. Als Träger des Zentrums Beruf und Gesundheit hat es sich der Verein zum Ziel gesetzt, eine ganzheitliche medizinisch-berufliche Rehabilitation und Prävention in die Praxis umzusetzen. Seit über 45 Jahren begleitet das Zentrum deshalb Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die dadurch eine zweite Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen. Aber auch Arbeitnehmer und Arbeitgeber erhalten Unterstützung, immer mit dem Blick auf eine stabile Verbindung von Beruf und Gesundheit. Dabei arbeitet das Zentrum eng mit Sozialversicherungsträgern, Rehakliniken und Unternehmen zusammen.

Bürgermeister Volker Kieber bedankte sich sowohl im Namen des BKeV als auch der Stadt für die sehr gute Arbeit, die Frau Nordmann vor allem während ihrer Zeit als Co-Leiterin nicht nur für das Zentrum, sondern auch überregional für die gesamte Reha-Landschaft geleistet habe, wie er betonte. Dabei habe sie stets „zugepackt und gehandelt, wann immer es darum ging, das Zentrum voranzubringen, es sichtbar zu machen, zu vernetzen und wenn nötig, sowohl für die Sache als auch für die Menschen zu kämpfen.“

Andrea Nordmann kam 2004 als Diplom-Psychologin an den damaligen Fachbereich Bildungszentrum Beruf und Gesundheit beim Herz-Zentrum Bad Krozingen. Dort hat sie zunächst vor allem an der Konzeption und Koordination von Dienstleistungen des Bildungszentrums für die Öffentlichkeit und Unternehmen mitgearbeitet sowie an der Durchführung von Psychologischen Begutachtungen, Workshops und Beratungen. 2010 wurde ihr, zusammen mit Ihrem Kollegen Ernst Klauke, in gemeinsamer Verantwortung die operative Leitung des Zentrums Beruf + Gesundheit übertragen. Seither war sie für die grundsätzliche Ausrichtung des Fachzentrums sowie für Budgetentscheidungen, Personalentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Als Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der medizinisch-beruflichen Rehabilitationseinrichtungen setzte sie sich seit 2017 ehrenamtlich für die fachliche und politische Zukunft der medizinischberuflichen Rehabilitation ein.

Auch an innovativen Meilensteinen hat Andrea Nordmann engagiert mitgewirkt und so auch zu deren zukunftsorientierter Weiterentwicklung beigetragen: So beispielsweise beim Zustandekommen des bundesweit beachteten Leuchtturmprojekts „MBOR-Netzwerk Baden- Württemberg“: Ein Rahmenvertrag, den die DRV-Baden-Württemberg 2014 mit 11beruflichen Reha-Einrichtungen im Land geschlossen hat. Auf Grundlage dieser Vereinbarung arbeitet das Zentrum heute mit rund 15 Rehakliniken zusammen und bietet MBOR-Dienstleistungen für jährlich über 400 Patienten an. Leitgedanke der MBOR ist die Ausrichtung der medizinischen Rehabilitation an den Anforderungen der Arbeitswelt durch besondere berufsorientierende Angebote. Die MBOR stellt eine konzeptionelle Weiterentwicklung von Reha-Diagnostik und Reha-Therapie dar, die neben den gesundheitlichen gezielt auch die beruflichen Problemlagen der Patienten behandelt und so den Wiedereinstieg ins Erwerbsleben optimal fördert. Für das Thema Reha und Inklusion setzt sich Andrea Nordmann aber auch privat ein, wie beispielsweise bei der jährlichen inklusiven Reha- und Bäder-Radtour, die vom ehemaligen Direktor der DRV Baden-Württemberg Hubert Seiter - ins Leben gerufen wurde. Unter dem Motto „Zeigen was möglich ist“, kommen hier Menschen mit und ohne Handicap zusammen, um gemeinsam Radtouren durch Deutschland und Europa durchzuführen.

Text/Foto: Stadt Bad Krozingen

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