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Nachrichten aus Kehl

Vom Schwimmbad bis zum Schulcampus: Großprojekte bestimmen Doppelhaushalt für 2027 und 2028

Trotz angespannter Finanzlage soll in Kehl in den nächsten vier Jahren das größte Investitionsvolumen in der Stadtgeschichte umgesetzt werden.

Die Kosten für das bereits beschlossene Ganzjahresbad, den neuen Schulcampus Sundheim, den Ausbau der Ganztagsbetreuung an den Grundschulen und das neue Verwaltungsgebäude auf dem Rathausareal werden sich zusammen, grob überschlagen, auf rund 140 Millionen Euro belaufen. Etwa die Hälfte davon muss die Stadt voraussichtlich über Kredite finanzieren. So sieht es der Entwurf des Doppelhaushaltes für 2027 und 2028 sowie die obligatorische mittelfristige Finanzplanung bis 2031 vor. Das Zahlenwerk hat Oberbürgermeister Wolfram Britz am Mittwochabend (30. September) in den Gemeinderat eingebracht.

Um Missverständnissen vorzubeugen, machte er deutlich, dass der Haushaltsentwurf, wie der Name schon sagt, kein fertiger Plan ist, sondern eine Arbeitsgrundlage für Gemeinderat und Verwaltung darstellt. Bis zur geplanten Verabschiedung am 9. Dezember sei noch eine Menge Konsolidierungsarbeit zu leisten, betonte er. Deshalb treffen sich Verwaltung und Gemeinderat Mitte Oktober unter anderem zu einer Haushaltsklausur.

Wolfram Britz schwor das Gremium dennoch bereits darauf ein, dass „nicht mehr gehen wird, was in den vergangenen Jahren gelebte Praxis war“, also dass zusätzliche Projekte in den Prioritätenlisten dazwischengeschoben würden. Die Einwohnerinnen und Einwohner stimmte er darauf ein, dass weitere Gebührenerhöhungen und Ausgabenkürzungen zu erwarten seien. Auch der städtische Gebäudebestand müsse – über die 14 bereits auf eine Verkaufsliste gesetzten Häuser hinaus – fortgesetzt werden.

Die Rede zur Einbringung des Entwurfs des Doppelhaushalts 2027/2028 im Wortlaut: https://www.kehl.de/haushaltseinbringung

Text/Bild: Stadtverwaltung Kehl

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