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Nachrichten aus Karlsruhe

Weitere bestätigte Fälle von Vogelgrippe im Zoo Karlsruhe

Zahlreiche neue Verdachtsfälle / Zoo weiter geschlossen

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Karlsruhe hat zwei weitere Fälle der "hochpathogenen aviären Influenza", auch bekannt als Vogelgrippe, für den Zoo Karlsruhe bestätigt. Dabei handelt es sich um zwei vergangene Woche verstorbene Pelikane.

 

Revierleiter Michael Heneka säubert bei den Hyazinth-Aras das Gehege. Um den Ausbruch der Vogelgrippe im Zoo Karlsruhe einzudämmen, werden alle Vogelvolieren sowie die Quarantänebereiche mit hohen Biosicherheitsmaßnahmen versorgt.

Foto: Timo Deible/Zoo Karlsruhe

Der Zoo hat bereits in der vergangenen Woche epidemiologische Einheiten seiner Vögel gebildet. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Tiere gelegt, die potentiell Kontakt zu Wildvögeln gehabt haben könnten. Selbst wenn in diesen Quarantäne-Einheiten ein weiterer Fall auftritt, ist der Ausbruch auf diesen Bereich beschränkt. So soll die Virusausbreitung weiter eingedämmt werden. Diese Vögel wurden in enger Zusammenarbeit zwischen den Amtsveterinären und den Zootierärzten komplett beprobt. Dabei haben sich vor allem im Bereich der Wasservögel zahlreiche neue Verdachtsfälle ergeben, die nun vom CVUA überprüft werden. Die Stadt Karlsruhe arbeitet zudem eng mit dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg zusammen.

Hohe Biosicherheitsmaßnahmen

Die einzelnen Quarantänegruppen werden mit hohen Biosicherheitsmaßnahmen versorgt. Dabei sind speziell geschulte Tierpflegerinnen und Tierpfleger für Fütterung und das Saubermachen zuständig. Vor dem Betreten der jeweiligen Anlage ziehen sie sich einen Schutzanzug, Brille, Maske, doppelt Handschuhe und Überschuhe an. Diese Schutzkleidung wird bei jeder Quarantänegruppe komplett erneuert.

Insgesamt sind in den vergangenen Tagen zehn Pelikane, neun Hawaiigänse, eine Hühnergans, eine Kaisergans und eine Nonnengans aus dem Zoobestand gestorben. Davon sind drei Pelikane und zwei Hawaiigänse auf die "hochpathogene aviäre Influenza" bereits bestätigt, zudem ein Graureiher aus der Wildvogelpopulation. Der Zoologische Stadtgarten Karlsruhe bleibt vorerst weiter geschlossen.

Hinweis an die Bevölkerung:
Tote Wasservögel und Greifvögel in freier Wildbahn oder auf dem eigenen Grundstück können bei der Feuerwehr über die 112 oder die Behördennummer 115 gemeldet werden. Alle anderen Vogelarten sollten nicht gemeldet werden und können selbst entfernt werden.

Text/Bild: Stadt Karlsruhe

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