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Nachrichten aus Kaiserstuhl

Neue Prüfstrecke des Vermessungsamts:

Prüfen, ob die verwendeten Messinstrumente auch wirklich die richtigen Entfernungen anzeigen.

Landkreis Emmendingen. Die K5135 verläuft schnurgerade zwischen dem Leopoldskanal hinter Kenzingen und der Gemeinde Weisweil – der parallel dazu verlaufende Radweg ist somit perfekt geeignet für die neue Prüfstrecke des Vermessungsamts des Landratsamts Emmendingen.

Klaus Disch (rechts), Fachbereichsleiter Liegenschaftsvermessung des Vermessungsamts und Andreas Schwertfeger, Fahrer und Messgehilfe an der Prüfstrecke

Die musste angelegt werden, weil die Markierungen an der alten Prüfstrecke bei Wasser versehentlich bei Kabelverlegungsarbeiten entfernt worden waren. Die Mitarbeiter des Vermessungsamts haben die Prüfstrecke nun an dieser Stelle neu angelegt und die Markierungen mit einem Vermesser der oberen Vermessungsbehörde (Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung) auf den zehntel Millimeter genau exakt ausgerichtet und geeicht. Das ist so genau, dass schon ein leichtes Erdbeben eine erneute Eichung nötig machen würde. Auch auf den Schattenwurf der Bäume wurde bei der Entscheidung für den Standort geachtet, da eine zu starke Sonneneinstrahlung auf den Asphalt ebenfalls für eine minimale Ungenauigkeit bei den Markierungen führen könnte.

“Eine solch exakte Prüfstrecke ist nötig, damit wir unsere Messinstrumente jederzeit auf ihre Genauigkeit überprüfen können“, erklärt Klaus Disch, Fachbereichsleiter Liegenschaftsvermessung des Vermessungsamts den Sinn dahinter. Das Amt ist unter anderem für die Durchführung von Liegenschaftsvermessungen, die Übermittlung von Geobasisinformationen des Liegenschaftskatasters, sonstige vermessungstechnische Dienstleistungen sowie für das Geographische Informationssystem des Landkreises und die interaktive Kreiskarte zuständig. Und da gilt es teilweise auf den Millimeter genau zu vermessen, damit alles seine Richtigkeit hat und es keine Beschwerden gibt.

Der linke Vermessungspunkt markiert den Anfang der Prüfstrecke, der rechte ist einer von den weiteren entlang des Radwegs.

Die im Asphalt eingelassenen Messpunkte entlang der Prüfstrecke zeigen die Entfernung zu zehn Metern, 100 Metern und 300 Metern auf den zentel Millimeter genau an. „Einmal im Jahr müssen unsere Geräte hier auf ihre Genauigkeit hin kontrolliert werden“, sagt Klaus Disch. Diese Aufgabe könnte auch an Firmen vergeben werden, die diesen Service anbieten. Aber das sei natürlich auch eine Kostenfrage. Zudem können nun auch private Vermessungsdienste diese Prüfstrecke benutzen.

Eine weitere Prüfstrecke des Vermessungsamtes gibt es übrigens in Riegel. Hier werden die GPS-Geräte des Amtes überprüft.

Text/Bild: Landratsamt Emmendingen

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