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Nachrichten aus Kaiserstuhl

Japankäfer macht Baumschulen und Landwirten Sorgen

Schon seit Jahren ist der Japankäfer in Norditalien als Schädling präsent. Mit der Zeit bewegt sich die aus Asien stammende Art, die Blätter und Bäume abfrisst, weiter nach Norden. Zuletzt gab es erste Vorkommen im Raum Südbaden.

Dr. Yannick Bury und Matthias Schott

Kommt der Käfer in größerer Zahl in einer Region an, drohen sogenannte "Puffer- und Befallszonen", aus denen keine Pflanzen heraus verkauft werden dürfen. Entsprechend besorgt zeigen sich Baumschulen in der Region. Denn auch ohne Befall könnten sie von einer solchen Zone betroffen sein und ihre Produkte nicht mehr verkaufen dürfen, sollte in der Nähe eine Käferpopulation gesichtet werden.

Um auf diese Problemlage aufmerksam zu machen und um über mögliche Lösungen zu sprechen hat Matthias Schott von der gleichnamigen Baumschule in Leiselheim nun den CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Yannick Bury auf seinen Betrieb eingeladen. Gemeinsam mit Inhabern weiterer Baumschulen aus der Region und Vertretern der Landwirtschaft schilderten sie dem Abgeordneten ihre Sorgen. "Es geht uns vor allem darum, vorbereitet zu sein, wenn eine Käferpopulation auftritt", so Schott. Möglichkeiten zu reagieren gebe es verschiedene. Mit Pflanzenschutz kann der Befall behoben werden, dafür wäre aber im Falle eines Käferbefalls eine begrenzte Notzulassung von Pflanzenschutzmitteln erforderlich. Wenn eine Quarantäne unvermeidbar sei, müssten Betriebe jedoch auch entschädigt werden können.

Yannick Bury zeigte Verständnis für die Sorgen der Baumschulen und Landwirte. Neben einer stärkeren Erforschung des Japankäfers - bisher ist über ihn und die Art des Befalls wenig erforscht - will er sich beim Bundeslandwirtschaftsministerium für eine pragmatische Handhabe im Falle eines Käferbefalls einsetzen. "Wenn man mit sorgsamem Pflanzenschutz einzelnen Befall in den Griff bekommen kann, ist das die bessere Lösung, als ganze Regionen mit Verkaufsverboten zu belegen. Denn unsere Landwirte wissen, was sie tun.", so Bury. Wichtig sei jedoch, die rechtlichen Grundlagen dafür bereits jetzt zu legen und nicht erst dann, wenn das Problem vor der Tür stehe.

Text/Bilder: Yannick Bury MdB

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