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Nachrichten aus Kaiserstuhl

Ausschussvorsitzender zu Besuch: Scheitern der EU-Pflanzenschutzverbote wichtiges Signal für die Winzer am Kaiserstuhl und im Breisgau

Zu einem Austausch mit Vertretern der Winzergenossenschaften und Weingüter der Region hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Yannick Bury in die Winzergenossenschaft Königschaffhausen-Kiechlinsbergen eingeladen. Gast war der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Landwirtschaft und Ernährung, Hermann Färber (CDU), der auf Einladung von Bury die Region besuchte.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand das von der EU-Kommission geplante Verbot von Pflanzenschutzmitteln in Schutzgebieten, das für den Weinbau am Kaiserstuhl und in weiten Teilen des Breisgaus das Aus bedeuten würde. Entsprechend groß war die Erleichterung, als zeitgleich zum Gespräch der Winzer mit den beiden Abgeordneten die Nachricht aus Straßburg eintraf, dass das EU-Parlament die Verbotspläne abgelehnt und damit vorerst gestoppt hat. "Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, diesen Unsinn ganz und endgültig zu stoppen", so Yannick Bury zum Abstimmungsergebnis aus Straßburg. Wichtig sei nun jedoch, dass auch die Ampel-Regierung ihre Unterstützung für die Verbotspläne in Brüssel aufgebe, so Hermann Färber. Schließlich würden die Pläne vor allem Deutschland betreffen, da es nirgends in der EU so viele Schutzgebiete gebe wie hierzulande, so der Ausschussvorsitzende.  

Yannick Bury,

Neben den Pflanzenschutzplänen aus Brüssel warnten die anwesenden Winzer, dass die angespannte wirtschaftliche Situation im Weinbau zu einem Niedergang des Weinbaus in der Region führen könnte. Seit Jahren steigende Produktionskosten, bei zugleich deutlich sinkenden Erträgen und rückläufigem Weinkonsum. Neue, insbesondere regionale Vermarktungsideen seien gefragt, so Färber. Vor allem müsse aber gemeinsam verhindert werden, dass es zu einem kalten Strukturwandel komme. Diesen Appell bekräftige auch Endingens Bürgermeister Tobias Metz.

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