Zum Hauptinhalt springen
Nachrichten aus Herbolzheim

Zukunftswege: Jobs und Chancen für Ukrainer und Ukrainerinnen

Seit drei Jahren herrscht Krieg in der Ukraine und die Ungewissheit, wie es weitergeht, bleibt. Für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine wird die Notwendigkeit größer, hier in Deutschland eine Perspektive zu entwickeln und nach den Deutschkursen eine Arbeit zu haben.

Perspektivabend unter dem Titel „Zukunftswege: Jobs und Chancen für Ukrainer und Ukrainerinnen“ im Torhaus / Herbolzheim

Um Sie dabei zu unterstützen, lud die Integrationsbeauftragte der Stadt Herbolzheim, Tanja Kromer zu einem Perspektivabend unter dem Titel „Zukunftswege: Jobs und Chancen für Ukrainer und Ukrainerinnen“ ins Torhaus ein. Der Einladung folgten über 30 Ukrainerinnen und Ukrainer aus Herbolzheim.

Nach der Begrüßung berichtete Frau Keitsch, Expertin für Erwerbsmigration von der Ausländerbehörde in Emmendingen, welche ausländerrechtlichen Neuerungen und Optionen es für geflüchtete Menschen es derzeit gibt. Sie zeigte verschiedenen Möglichkeiten auf, unter welchen rechtlichen Voraussetzungen eine Zukunft hier in Deutschland realistisch ist. Diese komplexe Materie war nicht immer sehr leicht zu verstehen und so unterstützte Frau Iryna Dieterle, Sozialarbeiterin beim DRK, in dem sie ins Ukrainische übersetzte.

Ebenso informierte Herr Petryna vom Jobcenter in Emmendingen über die Aufgaben und Fördermöglichkeiten des Jobcenters sowie über die rechtlichen Grundlagen und gesetzlichen Vorgaben. Er betonte die Wichtigkeit einer Arbeitsstelle für eine Bleibeperspektive, die Möglichkeiten der Teilhabe in der Gesellschaft und die persönliche Unabhängigkeit.

Zudem stellten sich Julian Elison, zuständig für die Wirtschaftsförderung bei der Stadt Herbolzheim und die Firma SW-Dach mit ihren beiden Ausbildungsleitern, Herr Böschner und Frau Scharf vor. Letztere erzählten lebhaft von den Arbeitsmöglichkeiten in ihrer Firma, den Voraussetzungen für eine Arbeitsaufnahme und den zahlreichen Angeboten, die es für alle Auszubildenden im Betrieb gibt.

Im Anschluss bestand die Möglichkeit für persönliche Fragenstellungen die Referenten direkt anzusprechen, was sehr intensiv genutzt wurde.

Viele der anwesenden Ukrainer und Ukrainerinnen erzählten von ihren Schwierigkeiten trotz anerkannter Ausbildungs- oder Universitätsabschlüsse einen entsprechenden Arbeitsplatz in Deutschland zu finden. Aus diesem Grund gingen sie nun unqualifizierter Arbeit nach oder sind auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Eine Teilnehmerin meinte abschließend: „Nun bin ich schon fast drei Jahre hier und habe diese wichtigen Informationen erst heute erhalten.“

Zuversichtlich und mit zukunftsweisenden Informationen machten sich viele der Anwesenden auf den Heimweg.

Text/Bild: Stadt Herbolzheim

Auch interessant:

Anzeige

Anzeige