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Nachrichten aus Herbolzheim

„Sternenkinder hinterlassen zwar unsichtbare Spuren in der Welt, aber umso größere in den Herzen“

Zum bereits vierten Mal traf man sich zu einem Lichtritual, um an die Sternenkinder zu denken. Der weltweite Gedenktag für verstorbene und totgeborene Kinder, der jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember stattfindet, wurde nun bereits im November auch in Herbolzheim thematisiert.

Hier am Sternenkinderfeld wurde den kleinen Wesen gedacht, die keine Chance auf ein langes Leben bekommen sollten.

Mit der freien Seelsorgerin Salthya Blank, Bestatterin Selina Siefer und Christina Gedemer fand eine sehr schöne kleine Trauerfeier am Sternenkinderfeld statt.

Gedichte, Geschichten, Musik und viele Lichter sorgten für den passenden Rahmen. Sechs Sternenkinder sind zwischenzeitlich hier an diesem wunderbaren Ort beerdigt. „Wir teilen heute unsere Trauer, wieder jährt sich der Gedenktag“, begrüßte Salthya Blank. Licht entzünden als Abschied und für jeden selbst für die anstehenden dunklen Nächte, die kommen und die es schon gibt.

Eibenzweige in die Feuerschale geben – ein Ritual als Symbol der Wiedergeburt und des ewigen Kreislaufs des Lebens.

„Alle verbindet die Trauer um ein nicht geborenes Kind“, so Blank. Sternenkinder musste man viel zu früh loslassen, betonte Selina Siefer, „Sternenkinder hinterlassen zwar unsichtbare Spuren in der Welt, aber umso größere in den Herzen.“ Trauer sei ein Prozess, der verändere und wachsen lasse und gerade Rituale können dabei Halt geben. Und so wurden kleine Eibenzweige – die Eibe ist der Baum des Übergangs – in eine Feuerschale von den einzelnen Anwesenden gegeben. „das ist das Symbol der Wiedergeburt und des ewigen Kreislaufs des Lebens“, so Siefer.

Text/Fotos: Heike Scheiding

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