Spatenstich für neues Rettungszentrum: Meilenstein für Sicherheit an zentralem Standort
Mit dem symbolischen ersten Spatenstich fiel am Donnerstag der offizielle Startschuss für den Bau des neuen Rettungszentrums in Herbolzheim. Bürgermeister Thomas Gedemer begrüßte dazu Vertreter der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes, der Planungsbüros sowie zahlreiche Mitglieder des Gemeinderats, Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung und Bürgermeister aus der Nachbarschaft Rheinhausen und Ringsheim.

v.l.n.r Jürgen Rauer (Leiter Stadtbauamt), Notfallsanitäter Andreas Schultis, Markus Huber (GF Rendler Bau), Patrick Hangs (Architektur und Ingenieurbüro IFP2), Bürgermeister Thomas Gedemer, Gesamtwehrkommandant Martin Hämmerle, Abteilungskommandant Dennis Lorenz, Alexander Breisacher (Kreisgeschäftsführer DRK Kreisverband Emmendingen e.V.), Kreisbrandmeister Christian Leiberich, Stadträte Doris Daute, Martin Bergmann, Dieter Böcherer und Regine Glöckle.
.„Dieses Projekt ist eine wichtige Investition in die Zukunft der Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt“, betonte Bürgermeister Thomas Gedemer. Besonders hob er die breite Unterstützung dafür aus Gemeinderat, Verwaltung und Bevölkerung hervor. Der Dank des Bürgermeisters galt insbesondere Kommandant Martin Hämmerle sowie dem Stadtbauamt und dessen Leiter Jürgen Rauer und seinem Stellvertreter Michael Weber für das kontinuierliche Engagement. Besonders positiv ist die Tatsache, dass alle bisherigen Vergaben unterhalb der veranschlagten Kosten lagen.
Die Suche nach einem neuen Standort für das Rettungszentrum, das künftig Feuerwehr und DRK unter einem Dach vereint, reicht über zehn Jahre zurück. Ursprünglich wurden mehrere Standorte geprüft. Mit der Erstellung des Sportstättenkonzeptes 2019/2020 rückte das heutige Gelände in den Fokus. Durch die Unterstützung von Jürgen Geiger, Vorstand des TV Herbolzheim, musste kein neues Grundstück erworben werden – eine kluge Entscheidung, die Planungssicherheit und Kosteneffizienz ermöglichte. Außerdem rückt das neue Leichtathletikgelände am Bleichbach dann in die Nähe der Breisgauhalle und der Emil-Dörle-Schule, eine Win-Win Situation also.

In Anwesenheit aller Fachplaner, darunter Patrick Hangs vom Architektur und Ingenieurbüro IFP2 Hangs GmbH und Rainer Morgenstern von Poetzsch Bauingenieure, wurde das Projekt vorgestellt. Bisher wurden Bauleistungen in Höhe von rund sechs Millionen Euro vergeben, bis Jahresende soll der Rohbau stehen. Die Fertigstellung und Übergabe an Feuerwehr und DRK ist für Anfang 2027 geplant. „Insgesamt sind Investitionen in Höhe von rund 17 Millionen Euro veranschlagt, die hoffentlich unterschritten werden“, so Bürgermeister Gedemer.
Gesamtwehrkommandant Hämmerle betonte die Bedeutung des neuen Gebäudes für die Einsatzbereitschaft: „Die aktuelle Wache im Birkenweg ist nicht mehr zeitgemäß und platzt aus allen Nähten. Mit dem neuen Standort sind wir für die Zukunft gerüstet – auch für Großeinsatzlagen.“ Das neue Gebäude umfasst neun Fahrzeugboxen, eine Waschstraße, moderne Umkleidebereiche und einen großen Unterrichtsraum. Ein Übungsturm ermöglicht künftig praxisnahe Ausbildungen vor Ort.
Auch der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Alexander Breisacher unterstrich die Bedeutung des Projekts. Nachdem das Herbolzheimer Krankenhaus 2016 geschlossen wurde, sei das bisherige Standort in der Friedrichstraße nur bedingt geeignet gewesen. Der neue Standort liegt verkehrsgünstig, aber dennoch stadtnah – ein klarer Vorteil für die Notfallversorgung. Er freut sich das Bürgermeister Gedemer 2020 an das DRK herangetreten ist, und die Rettungswache jetzt mit in das neue Rettungszentrum einziehen kann.

Dipl. Ingenieur Patrick Hangs lobte die sehr konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Das Gebäude wird am Eingang Herbolzheims ein städtebaulich prägendes Projekt. Auf einer Grundfläche von 2.000 m² und zwei Geschossen wird es moderne Maßstäbe setzen. Markus Huber, Geschäftsführer der ausführenden Firma Rendler Bau, kündigte bereits sichtbare Baufortschritte innerhalb der kommenden vier Wochen an. „Für uns ist der Bau eines Gebäudes das anderen helfen kann immer etwas Besonderes“, so Markus Huber
Kreisbrandmeister Leiberich hob in seiner Rede die Bedeutung der Daseinsvorsorge und des Ehrenamts hervor. Mit einem Zitat von Helmut Schmidt – „Schneckentempo ist die normale Zeit der Demokratie“ – erinnerte er daran, dass große Projekte Zeit benötigen, diese aber für die Gesellschaft unerlässlich seien. Die Kosten sind für einen kommunalen Haushalt eine Herausforderung, wenn man aber sieht, was im Ehrenamt geleistet wird, ist das einfach nur notwendig, den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden adäquate Räumlichkeiten für die Ausübung ihres Ehrenamtes zu bieten.
Der symbolische Spatenstich wurde gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Feuerwehr, des DRK, der Planungsbüros, der Stadtverwaltung sowie dem Gemeinderat vollzogen – ein deutliches Zeichen für den gemeinschaftlichen Geist, der dieses Projekt von Beginn an begleitet.
Bürgermeister Gedemer schloss den offiziellen Teil des Spatenstichs mit dem Wunsch, dass ebenso wie der Bau in den kommenden Monaten wachsen wird, hoffentlich auch die Zahl der Frauen und Männer zunimmt, die sich ehrenamtlich in der Feuerwehr engagieren. Den Bauarbeiten wünschten allen einen zügigen wie unfallfreien Verlauf.

