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Nachrichten aus Herbolzheim

Der Bau ist aufgerichtet vom „Basislager der Sicherheit“

Vor genau 327 Tagen hatte man sich zum Spatenstich des Großprojekts „Rettungszentrum“ getroffen, am Dienstagnachmittag nun wurde der weitere wichtige Meilenstein des Richtfestes gefeiert.

Stolz auf den Bau, die große Blaulichtfamilie und die Gäste.

Über Megaphon musste Bürgermeister Thomas Gedemer die Gäste begrüßen – die Mikrofonanlage funktionierte nicht und was lag da näher in einem Feuerwehrauto, als ein Megaphon zu holen. „Für mich ist dieses künftige Rettungszentrum wie ein „Basislager der Sicherheit“, notwendiger Stützpunkt, von dem Feuerwehr und Rettungsdienst ausrücken werden“, so der Bürgermeister. Hiermit werde etwas aufgerichtet, was Bestand haben soll. Feuerwehr und Rettungsdienst unter einem Dach, was kurze Wege, schnelle Hilfe und ein starkes Miteinander bedeuten. Gedemer dankte den bisher am Bau beteiligten Firmen und in erster Linie galt der Applaus aller dem Bauamtsleiter im Rathaus, Jürgen Rauer, der „24 Stunden online, mit unkomplizierten Lösungen und für alle der richtige Ansprechpartner ist.“

Fertigstellung für Januar 2027 geplant
Architekt Patrick Hangs sprach von einem „guten Tag“, zuerst nur Linien auf dem Papier, inzwischen ein echtes Gebäude. Im Mai 2025 startete der Bau, die Fertigstellung ist für Januar 2027 geplant. Auf 25,5 Metern Breite mit 79 Metern Länge, wurden bisher 2.400 m³ Beton und 250 Tonnen Holz verbaut. „Die Baukosten wurden mit 17,5 Mio. Euro veranschlagt, wir rechnen mit deutlich unter 17 Mio. Euro, bisher liegen die Vergaben bei 1,4 Mio. Euro unter der Planung.“

Architekt Patrick Hangs neben Bürgermeister Thomas Gedemer.

Sicherheit ist ein Stück Lebensqualität
Landrat Hanno Hurth kam in Doppelfunktion, nämlich auch als Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Emmendingen. „Nach dem neuen Rettungsdienstgesetz von Baden-Württemberg mit in 95 Prozent der lebensbedrohlichen Fälle, soll das so genannte ersteintreffende Fahrzeug, spätestens in 12 Minuten am Unfallort sein.“ Das lasse sich nur mit einem dezentralen Netz von Rettungswachen realisieren, der Landkreis Emmendingen verfüge über ein solches, was jetzt mit Herbolzheim nochmals verbessert werde - der dann fünfte Standort im Landkreis. Hurth sprach neue Synergien an, die das Arbeiten erleichtern, kurze Wege und gute Abtimmungen, die Hilfe im Ernstfall nochmals beschleunigen. Diese große Investition zahle sich täglich aus, denn „Sicherheit ist ein Stück Lebensqualität“. Hurth dankte dem Bürgermeister und Gemeinderat für die mutige Entscheidung, solch ein Rettungszentrum umzusetzen., Er betonte, dass das Land Baden-Württemberg alleine für den Anteil des DRK mit 1,9 Mio. Euro, fördere.

„Die Tore sind drin, die Fenster auch, beim Vorbeifahren freut man sich jedes Mal über diesen Bau“, sprach Martin Hämmerle als Gesamtwehrkommandant. Für ihn sei das ein bedeutender Schritt, die Sicherheit der Bürger zu stärken. Die Einsatzzahlen der Stützpunktwehr Herbolzheim belegen das. Jetzt sei man schnell in der Ortteilen, aber auch an der Autobahn und der Stadt. Die neun Fahrzeuge, teils mit Hänger fänden hier ihren Platz, zeitgemäße Umkleideräume, Werkstätten, Waschhalle, Schulungsräume oder der Schlauchturm, der ebenso für Übungen mit vier Übungsbalkonen genutzt werden kann, runden das Ganze ab. Nun hoffe man auch auf neue Interessierte im Jugendbereich oder der Einsatzabteilung.
Zimmermeister Michael Ohnemus und Dominik Wagner von Rendler Mingolla standen indes auf dem Dach neben der kleinen geschmückten Tanne. Mit dem Richtspruch und ein paar Gläsern Wein, sowie dem obligatorischen Zerschellen der Glässer war das Richtfest dann perfekt.

Text/Fotos: Heike Scheiding

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