„Blätter, Blüten, Brüder Grimm“ – Märchen und Pflanzen im Schlossgarten Schwetzingen
Am Samstag, 22. August 2026, lud die „Museum frei Haus“-Exkursion „Blätter, Blüten, Brüder Grimm“ von 15 bis 19 Uhr dazu ein, den Schlossgarten Schwetzingen einmal aus einer besonderen Perspektive zu entdecken.

Samiya Bilgin (2. v. r.) erzählt das Märchen „Schneewittchen“, während die Teilnehmenden der Exkursion unter den Apfelbäumen lauschen.
Im Mittelpunkt standen die Verbindung von Pflanzen und Märchen sowie die Bedeutung von Pflanzen in den Geschichten der Brüder Grimm.
Organisiert und geleitet wurde die Veranstaltung von Samiya Bilgin, Märchenerzählerin und Märchenberaterin, und Lars Maurer vom Museum der Stadt Schwetzingen. Gemeinsam führten sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch verschiedene Bereiche des Schlossgartens und verbanden botanische Beobachtungen mit bekannten Märchenmotiven.
Zum Auftakt ging es um die traditionelle Bedeutung von Pflanzen und Kräutern und um das Wissen früherer Generationen über ihre Verwendung. Anschließend wurde der Blick darauf gelenkt, welche Rolle Pflanzen in den Märchen der Brüder Grimm spielen. Dabei wurde deutlich, dass Bäume, Sträucher, Blumen und Früchte in vielen Geschichten wichtige Elemente der Handlung sind.
An verschiedenen Stationen im Schlossgarten wurden bekannte Märchen lebendig. Unter den drei Eichen im Seepferdchengarten stand „Rotkäppchen“ im Mittelpunkt. Unter den Apfelbäumen wurde „Schneewittchen“ erzählt, während die zahlreichen Haselsträucher in der Nähe des Apollotempels den passenden Rahmen für „Aschenputtel“ boten.
Neben dem Erzählen und Zuhören blieb ausreichend Zeit, die Umgebung bewusst wahrzunehmen. Zeichnen, stille Momente und gemeinsames Gespräch gehörten ebenso zum Programm. Das sommerlich-angenehme Wetter trug zusätzlich zu einer entspannten Atmosphäre bei. Die vierstündige Veranstaltung bot damit eine abwechslungsreiche Verbindung aus Märchenerzählung, Gartenkunst, Pflanzenwissen und gemeinsamer Zeit im Schlossgarten.
Beim abschließenden Austausch waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, dass die Zeit wie im Flug vergangen war und es noch viele weitere Geschichten und Pflanzen zu entdecken gegeben hätte. Mit vielen schönen Eindrücken und der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen endete die Exkursion gegen 19 Uhr.


