Zwei neue AEDs (automatisierte externe Defibrillatoren) in der Innenstadt
Die „Region der Lebensretter “ und die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau haben an zwei Sparkassengebäuden neue AED installiert, um gemeinsam den plötzlichen Herztod zu bekämpfen.
v.l.: Friedrike Bolder, Region d. Lebensretter e.V., Daniel Zeiler, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Freiburg-Nördl. Brsg.
Die Kosten von jeweils 5.000 Euro für Anschaffung und Betrieb trägt die Sparkasse, der Verein „Region der Lebensretter“ ist Betreiber.
Der plötzliche Herztod ist mit ca. 65.000 Fällen jährlich eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Es trifft 1,56 Einwohner pro tausend, also in Freiburg rund 360 Menschen pro Jahr, alte wie junge, Sportler wie Couchpotatoes. Ohne Maßnahmen vor Eintreffen des Rettungsdiensts, in der Stadt immerhin im Schnitt in 6-9 Minuten, haben Patienten nur eine Überlebenschance von ca. 10%. Da bereits nach wenigen Minuten irreversible Schäden im Gehirn eintreten, ist es sehr wichtig, sofort mit der Herzdruckmassage zu beginnen, um Folgeschäden abzuwenden. Die Defibrillation mit einem AED sollte möglichst noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes erfolgen, im besten Fall schlägt das Herz des Patienten dann wieder selbst. Diese Geräte können auch von Personen ohne medizinische Kenntnisse bedient werden und sind an zwei zentralen Standorten in der Kaiser-Joseph-Str. und in Unterlinden öffentlich zugänglich.
Wie funktioniert die „Region der Lebensretter“?
Qualifizierte Freiwillige können sich als Ersthelfende bei der „Region der Lebensretter“ registrieren und werden über die gleichnamige Handy-App alarmiert. Dabei kann die App bei einem Alarm genau orten, wer sich zufällig in der Nähe des Notfalls befindet. Ersthelfende erreichen den Notfallort so meistens nach weniger als fünf Minuten. Das System wurde zunächst in Freiburg und dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, inzwischen in weiteren Rettungsleitstellen und Landkreisen in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern eingeführt. Helfende werden landkreisübergreifend alarmiert.
In der Rettungsleitstelle geht über die 112 ein Notruf ein, es besteht der Verdacht auf einen Herz-Kreislaufstillstand. Die Leitstelle alarmiert Rettungswagen und Notarzt und der Einsatzleitrechner errechnet die voraussichtliche Eintreffzeit des Rettungsmittels. Gleichzeitig werden Ersthelfende im Umkreis gesucht und ihre voraussichtliche Eintreffzeit berechnet. Das System wählt aus allen, die den Voralarm akzeptieren, diejenigen aus, die aufgrund der Position und des gewählten Verkehrsmittels am schnellsten am Einsatzort eintreffen können und übermittelt die exakte Einsatzadresse: Helfer 1 und 2 werden zum Notfallort geschickt und beginnen mit der Herzdruckmassage und Beatmung. Helfer 3 wird zum nächstgelegenen öffentlich zugänglichen Defibrillator geschickt und bringt diesen zum Patienten. Manche ehrenamtliche Helfende sind sogar mit AEDs ausgestattet.
Wie können Sie die Region der Lebensretter unterstützen?
Als Ersthelfer*in registrieren
Eine Ausbildung zum/zur Sanitätshelfer*in (oder hochwertiger) qualifiziert zur Teilnahme am Projekt. Ebenso werden Mitarbeitende von Kliniken und Arztpraxen aufgenommen, die regelmäßig die Maßnahmen der Wiederbelebung trainieren. Alternativ können Sie sich gerne beim DRK zum Sanitätshelfer ausbilden lassen.
Wenn Sie die Region der Lebensretter mit einer Spende unterstützen…
helfen Sie mit bei der Weiterentwicklung des Systems. Eine einmalige Spende ist per Überweisung möglich. Alternativ können Sie auch direkt über Paypal spenden. Bitte geben Sie als Spendenzweck "Region der Lebensretter" an.


