Neue Pferderasse auf dem Mundenhof – Dülmener (Wild)pferd Stute ist angekommen
Anupi hat ein neues Zuhause:
Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde: Ein geläufiges Sprichwort, das den Neuzugang im Mundenhof zusammenfasst. Anupi, eine schöne vierjährige Dülmener Stute, hat seit dem 28. Februar ihr neues Zuhause im Mundenhof gefunden. Sie stammt von einem privaten Pferdehalter in der Pfalz und sticht mit ihrer graufalbenen Färbung zwischen den gescheckten Pinto-Pferden heraus.

Es zeigt Anupi mit ihrer Tierpflegerin Regine Köster.
Tiefenentspannt kam die Dame im Tier-Natur-Erlebnis-Park an. Bereits bei der Ankunft wurde klar: Anupi lässt sich offenbar nicht aus der Ruhe bringen, denn sie hat auf der Fahrt im Pferdeanhänger den ganzen Heusack leer gefressen. Aufgeregt reagierten die Pinto-Pferde, als die neue Stute aus dem Anhänger auf die Koppel marschierte. Eigentlich sollte Anupi zur Eingewöhnung die erste Nacht in einem abgezäunten Bereich auf der Pinto-Koppel verbringen, sie selbst sah das aber anders. Von Neugierde getrieben, hat sie eine Litze am Zaun geöffnet und sich darunter durchgeschoben. Am nächsten Morgen staunte dann ihre Tierpflegerin Regine Köster nicht schlecht, als sie die Pferde zusammen antraf. Vorsorglich wurde Anupi noch für ein paar Tage mit Mona, der ältesten Pinto-Stute aufgestellt, inzwischen lebt sie aber in ihrer neuen Herde.
Da die Dülmener Stute am Halfter geführt werden kann, wird man sie in Zukunft immer wieder bei einem Spaziergang über den Mundenhof antreffen. Die 337 Kilo schwere Dame ist sehr neugierig und vertraut mit Menschen und Kindern. Um die 4000 Euro von Anupis Anschaffung zu decken, sucht der Tier-Natur-Erlebnis-Park allerdings noch Spenderinnen und Spender. Bisher hat der Mundenhof zwei Pferderassen gehalten: die Schwarzwälder Füchse als Kaltblutpferde und die rassigen Pinto-Pferde aus Nordamerika, als Vollblüter. Zweitere sind mit ihrem weiß-braun gescheckten Fell zwar schön, in der Haltung für dasTiergehege aber nicht einfach. Als Araberpferde bräuchten sie nochmehr Betreuung, Führung und Ausbildung, als es sich der Mundenhof leisten kann. Aus diesem Grund hat der Tier-Natur-Erlebnispark seit einigen Jahren die Zucht der Pinto-Pferde nichtmehr vorangetrieben. Die aktuelle Herdengröße beläuft sich auf dreiPferde, davon haben zwei bereits bereits ein hohes Seniorenaltererreicht. Das Mundenhof-Konzept „Haus- und Nutztierarten aus allerWelt“ legt nahe, dass den Besuchenden auch die Entwicklung vomehemaligen Wild- zum heutigen Nutztier gezeigt wird. Hier kommt alsgutes Bindeglied zwischen Wild- und Zuchtpferd das Dülmener(Wild)pferd ins Spiel.


