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Nachrichten aus Freiburg

Ganztagsanspruch für Erstklässler zum neuen Schuljahr:

Regierungspräsident Gabbert und Schulbürgermeisterin Buchheit besuchen Clara-Grunwald-Schule in Freiburg

Vom kommenden Schuljahr an haben alle Erstklässler in Baden-Württemberg den Anspruch auf eine Ganztagsbetreuung - im Regierungsbezirk Freiburg sind das rund 22.000 Kinder.

Nudeln mit Tomatensoße schmeckt allen: Regierungspräsident Carsten Gabbert testet die neue Mensa der Clara-Grunwald-Schule.

Patrick Seeger

Am Freitag besuchte Regierungspräsident Carsten Gabbert in Begleitung von Freiburgs Schulbürgermeisterin Christine Buchheit die Clara-Grunwald-Schule im Stadtteil Rieselfeld. Gemeinsam mit Schulleiterin Brigitte Berdelsmann berichteten sie, wie sich Schulträger und Schulen im Regierungsbezirk Freiburg auf die neue Herausforderung vorbereiten. Zum Ausbau der schulischen Ganztagsangebote hat das Regierungspräsidium Freiburg (RP) bereits rund 143 Millionen Euro an Fördermitteln von Bund und Land an Landkreise und Kommunen verteilt. 

„Die Ganztagesbetreuung ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass alle Kinder die bestmöglichen Chancen auf eine erfolgreiche Zukunft haben. Gleichzeitig ermöglicht sie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, sagte Regierungspräsident Carsten Gabbert. Grundsätzlich können die Kommunen und Landkreise dem Ganztagsanspruch über Betreuungs- oder Ganztagsschulangebote sowie einer Kombination aus beiden Angebotsformen Rechnung tragen. Gabbert wies darauf hin, dass die Städte sich bei der Ganztagsbetreuung bereits in den vergangenen Jahren gut aufgestellt haben, aber inzwischen auch im ländlichen Raum die Nachfrage steigt.

Die Zahl der echten Ganztagsgrundschulen im Regierungsbezirk liegt bei 159, dies entspricht etwa einem Drittel der öffentlichen Grundschulen. Zum neuen Schuljahr kommen weitere 26 Grundschulen hinzu, die ein schulisches Ganztagsangebot machen.

Wie an der Clara-Grunwald-Schule machen indes etwa zwei Drittel der Landkreise und Kommunen an ihren Schulen Angebote zu flexiblen Betreuungsformen in kommunaler Trägerschaft. Gabbert berichtete, dass sich die bewilligten Fördermittel zum Ausbau der Ganztagsangebote entsprechend der bislang 140 bewilligten Anträge gleichermaßen auf Große Kreisstädte und kleinere Kommunen verteilen. Insgesamt waren 161 Anträge von Schulträgern rechtzeitig eingegangen. Damit konnte die Nachfrage weitgehend erfüllt werden.

Schulbürgermeisterin Buchheit sagte: „Die Umsetzung des Rechtsanspruchs benötigt umfassende Ressourcen von uns Kommunen - für das Personal, aber auch für die Infrastruktur. Aktuell haben nicht alle Grundschulen Cafeterien und ausreichend Räumlichkeiten für die Ganztagsförderung. Daher sind bauliche Erweiterungen sowie der Ausbau von Cafeterien, wie hier an der Clara-Grundwald-Schule notwendig. Wir sind dankbar für die Unterstützung aus dem Förderprogramm.“

An der Clara-Grunwald-Schule besichtigten die Gäste die Mensa, die dieses Jahr mit Unterstützung des Landes in Höhe von 940.000 Euro (dies entspricht 70 Prozent der anerkennungsfähigen Gesamtkosten) ausgebaut wurde. Damit gibt es optimale Rahmenbedingungen für das Mittagessen, das derzeit von 220 Kindern in Anspruch genommen wird – Tendenz steigend. Insgesamt nehmen fast 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler an der flexiblen Ganztagsbetreuung „Claras Kerni“ teil, die ein freier Träger im Auftrag der Stadt anbietet. Zum neuen Schuljahr haben sich bislang 95 von insgesamt 113 Erstklässlern für die Nachmittagsbetreuung angemeldet.

FAQ des Kultusministeriums: Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung: Ministerium für Kultus Baden-Württemberg

Quelle: Regierungspräsidium Freiburg

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