Deutschlandweit einzigartig: Freiburg eröffnet ersten „Solardachradweg“
Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Freiburg und badenova eröffneten feierlich das Pilot-Projekt. Der Stadt Freiburg und badenovaWÄRMEPLUS. Im Rahmen eines Pressetermins stellten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Freiburg und badenova Details des Projekts vor.

v.l.n.r. badenova Vorstand Heinz-Werner Hölscher, Frau Dr. Karolina Baltins, Leiterin Gruppe,,PV-Kraftwerke, Oberbürgermeister Martin Horn und Klaus Preiser, Geschäftsführer badenova WÄRMEPLUS
Nach aktuellem Stand ist der mit PV-Modulen überdachte Radweg an der Messe der erste dieser Art in Deutschland beziehungsweise europaweit.
Das Pilot-Projekt belegt, dass erneuerbare Energieerzeugung auch im dicht besiedelten, urbanen Raum umsetzbar ist. Das Projekt bietet zwar keine so große Stromausbeute, wie die PV-Anlage auf dem Stadion des SCF, welche die größte Stadion-PV-Anlage Deutschlands (und 2-größte weltweit) ist, doch mit über 900 Solarmodulen hat es bereits überregional Aufmerksamkeit erregt. Dieses Pilot-Projekt zeigt auch, dass Photovoltaik nicht nur ganz klassisch auf Dächern und Fassaden Platz hat, sondern auch auf Verkehrsflächen. Gerade im urbanen Raum, wo Flächen rar und teuer sind, handelt es sich hierbei um eine zukunftsweisende Lösung.
Mit Sonnenkraft neue Wege gehen! Die Photovoltaikanlage als Überdachung des Radwegs an der Messe Freiburg ermöglicht die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien auf unkonventionelle Art und Weise. Auf einer Länge von 300 Metern und einer Anzahl von 912 speziellen Glas-Glas-Modulen gelingt es badenovaWÄRMEPLUS mit dieser Anlage rund 280 MWh pro Jahr zu erzeugen.

PV-Radweg Bauphase
Klaus Preiser, Geschäftsführer badenova WÄRMEPLUS, freut sich über die Einweihung: „Gemeinsam mit der Stadt Freiburg und dem Fraunhofer ISE haben wir hier ein Vorbild geschaffen. Durch innovative Lösungen wie diese, zeigen wir, dass Photovoltaik nicht nur ganz klassisch auf dem Dach Platz hat. Nun müssen wir weitere Flächen im urbanen Raum, sei es auf Dachflächen, auf Verkehrsflächen oder Freiflächen erschließen, um gemeinsam mit der Windkraft unsere Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien um den Faktor 10 zu steigern. Damit dies gelingen kann, entwickelte das Freiburger Unternehmen ClickCon für das Pilot-Projekt ein Standard-Tragesystem, dass zu geringeren Kosten auf andere Standorte verwendet und das Pilot-Projekt damit multipliziert werden kann. Nicht nur mit Innovationen wollen wir Zeichen setzen - auch mit Nachhaltigkeit", führte Klaus Preiser weiter aus. „So stammen die Module z.B. von der deutschen Firma Solarwatt aus Dresden."
Konstruktion steht. Lichtband leuchtet. Strom fließt zur Eröffnung noch nicht. Die letzte Bauphase ist noch nicht abgeschlossen: badenovaWÄRMEPLUS, verbindet in den nächsten Wochen den Solar-Radweg mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, die den Ökostrom für ihre Labore nutzen.
Prof. Dr. Andreas Bett Institutsleiter am Fraunhofer ISE:“Als direkter Nutzer des erzeugten Solarstroms freuen wir uns sehr über das innovative Pilotprojekt von badenovaWÄRMEPLUS. Die Anlage ermöglicht es, den Solarstrom-Eigenanteil an unserem Verbrauch weiter zu erhöhen."

Frau Dr. Karolina Baltins, Leiterin Gruppe,,PV-Kraftwerke und badenova Vorstand Heinz-Werner Hölscher
badenova Vorstand Heinz-Werner Hölscher bekräftigte die Wichtigkeit von Photovoltaik für die Energiewende und den Ansporn für badenova: „Wir müssen Photovoltaik neu denken, damit wir weitere Projekte dieser Art in das Stadtbild integrieren können. Dieses Pilot-Projekt zeigt, wie urbane Räume doppelt nutzbar sind. Radfahrende können den Weg sicher passieren und gleichzeitig wird Strom erzeugt“.
„Wir nutzen nicht nur den Solarstrom der Radweg-Überdachung", erklärt Frau Dr. Karolina Baltins, Leiterin Gruppe,,PV-Kraftwerke“, sondern wir greifen die gesammelten Erkenntnisse aus dem Pilot-Projekt auf und lassen sie in unsere Forschung mit einfließen, um die vielseitige Fragenstellungen für PV im urbanen Raum zu beantworten. "
Auch Oberbürgermeister Martin Horn betonte bei seiner Eröffnungsrede die Wichtigkeit und Strahlkraft des Pilot-Projekts, das nicht nur in Freiburg auf Interesse gestoßen ist: „Freiburg braucht solche kreativen Lösungen, damit wir die Klimaziele erreichen, Mit dem Pilotprojekt haben wir gezeigt, dass auch bereits versiegelte Flächen für Photovoltaik genutzt werden können. Damit können wir auch außerhalb Freiburgs etwas bewegen wir haben Anfragen von Gemeinden aus ganz Deutschland dazu erhalten. Auf unserem Weg zur Klimaneutralität müssen wir natürlich noch deutlich weiter vorankommen als die 300 Meter Radweg. Doch es braucht solche neuen Ideen und kreative Lösungen, um die Energiewende auch im Lokalen weiterzuentwickeln", führte Horn hinzu.

Auch Oberbürgermeister Martin Horn betonte bei seiner Eröffnungsrede die Wichtigkeit und Strahlkraft des Pilot-Projekts, das nicht nur in Freiburg auf Interesse gestoßen ist:
Das gemeinschaftliche Pilotprojekt von badenovaWÄRMEPLUS, der Stadt Freiburg und dem Fraunhofer- Institut für Solare Energiesysteme ISE zeigt, wie hervorragend sich auch unübliche Verkehrsflächen, wie ein Radweg, für den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen eignen können. Ein schöner Nebeneffekt: Radfahrer: innen sind nicht mehr jedem Wind und Wetter ausgesetzt. Unter den Modulen ist es im Sommer angenehm schattig und im Winter Schnee und Eisglättegeschützt. Zusätzlich wurde zur Gewährleistung der Sicherheit neben einer dauerhaften Grundbeleuchtung ein Lichtband installiert, welches durch Bewegungsmelder in den entsprechenden Abständen reagiert und den Radweg hell erleuchtet.
Einzigartig soll dieses Projekt nicht bleiben: Vielmehr dient es als Vorreiter für kreative und nützliche Ideen; als Anstoß für weitere Umsetzungen für die Energiewende - auch über Freiburg hinaus.


