Bundeskanzler Olaf Scholz beim Spatenstich zum neuen Stadtteil Dietenbach
Das Projekt ist ein Paradebeispiel für modernen, sozial gerechten und nachhaltigen Wohnungsbau, wie ihn die Bundesregierung anstrebt und fördert.

Statements zum „Spatenstich Dietenbach“ am 27. Februar 2024
Bundeskanzler Olaf Scholz:
„Mit dem neuen Stadtteil Dietenbach setzt Freiburg ein klares und wichtiges Zeichen für den Städtebau der Zukunft. Das Projekt ist ein Vorzeigemodell für modernen, sozial gerechten und nachhaltigen Wohnungsbau, wie ihn die Bundesregierung anstrebt und fördert. Deshalb schauen ganz viele auf dieses Projekt. Wir brauchen noch viel mehr Dietenbachs in Deutschland.“
Baubürgermeister Stadt Freiburg, Martin Haag:
„Mit dem heutigen Spatenstich kommt unser Stadtteil Dietenbach einen großen Schritt näher. Und dass sogar der Bundeskanzler dabei war, zeigt, dass wir bundesweit mit Dietenbach eine Vorreiterrolle einnehmen. Es ist kein Stadtteil wie jeder andere und strahlt über Freiburg hinaus: Wir wollen soziale und ökologische Themen unter einen Hut bringen und zeigen wie die Stadt der Zukunft aussehen kann.“

Oberbürgermeister Stadt Freiburg, Martin Horn:
"Dietenbach ist die Freiburger Antwort auf zentrale Herausforderungen unserer Zeit. Wir wollen bezahlbaren Wohnraum schaffen und dabei zugleich Vorbild sein für soziale Infrastruktur sowie Klima- und Umweltschutz. Unser Projekt ist eines der größten städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen Deutschlands, hier entsteht ein moderner und sozialer Stadtteil, der zu Freiburg passt und bei dem die Menschen im Vordergrund stehen."
Projektleiter Dietenbach Stadt Freiburg, Rüdiger Engel:
„Der Stadtteil Dietenbach ist eine Planung, die den dort wohnenden Menschen als Maßstab sieht und Rücksicht auf seine Umwelt nimmt. In Dietenbach entsteht dringend benötigter bezahlbarer Wohnraum mit lebendigen Nachbarschaften, mit zukunftsweisenden Ansätzen zur Minimierung grauer Energie, zur Mobilität und zur Wärmeversorgung. Unser Dietenbach ist sozial, ökologisch, lebenswert.“

Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg, Nicole Razavi:
„Der erste Spatenstich zu einem neuen Stadtviertel wie Dietenbach ist etwas ganz Besonderes. Denn ein neues Quartier wirkt auf die gesamte Stadt, das Umland und weit darüber hinaus. Mit dem neuen Stadtviertel wird nicht nur dringend benötigter Wohnraum entstehen, sondern auch Raum für Gemeinschaft, Innovation und nachhaltige Entwicklung. Dietenbach wird ein echtes Quartier der Zukunft.“

Nicole Razavi Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg
Zum Hintergrund:
In Deutschland besteht ein hoher Bedarf an bezahlbarem Wohnraum. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Eine wachsende Bevölkerungszahl lässt die Nachfrage steigen. Höhere Zinsen, Preissteigerungen und Lieferkettenprobleme aufgrund weltpolitischer Verwerfungen sowie die begrenzte Verfügbarkeit von Bauland haben in Deutschland dazu geführt, dass weniger gebaut wird und viele Bauprojekte gerade nicht umgesetzt werden. Die Bundesregierung unterstützt in Zusammenarbeit mit den Ländern die Schaffung von bezahlbarem und klimafreundlichem Wohnraum mit einem Mix aus Maßnahmen, um Baukosten zu begrenzen, Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und sozialen Wohnungsbau zu fördern. Das Bündnis bezahlbarer Wohnraum hat ein ganzes Bündel von Maßnahmen entwickelt, um dies zu erreichen:
Mit Rekordinvestitionen kurbelt die Bundesregierung den sozialen Wohnungsbau an: Zwischen 2022 und 2027 sind Investitionen in Höhe von 18,15 Milliarden Euro vorgesehen.
Im Zuge des Programms „Junges Wohnen“ stellt der Bund in den Jahren 2023 und 2024 eine Milliarde Euro bereit, um gezielt Wohnraum für Menschen in Ausbildung zu schaffen. So sollen bezahlbare und attraktive Wohnheimplätze für die Fachkräfte von morgen errichtet werden.
Klimafreundliche Neubauten und Wohnraum für Familien mit mittlerem oder niedrigem Einkommen werden durch zinsverbilligte Kredite des Bundes gefördert. Das Programm „Jung kauft alt“ setzt in diesem Jahr gezielt Impulse, damit junge Familien sanierungsbedürftige Altbauten erwerben können; mit der Initiative „Gewerbe zu Wohnen“ sollen zusätzliche Wohnimmobilien durch die Umwandlung von Gewerbebauten geschaffen und klimafreundliche Neubauten im Niedrigpreissegment werden speziell gefördert werden.
Bund und Länder haben zudem umfangreiche Maßnahmen vereinbart, um Baukosten zu begrenzen und Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. So werden die energetischen Standards für Wohngebäude nicht weiter verschärft und Wohnungsbau in der Nähe zu Gewerbe ermöglicht, wofür die technische Verwaltungsvorschrift „Lärm“ angepasst wurde. Auch die Pflicht, zusätzliche Kfz-Stellplätze beim Umbau oder der Aufstockung von Wohngebäuden zu schaffen, entfällt. Der Ausbau von Dachgeschossen muss nun nicht mehr eigens genehmigt werden. Bund und Länder unterstützen überdies das modulare und serielle Bauen durch harmonisierte und bundesweit gültige Typengenehmigungen.
Damit Wohnen auch für Menschen mit geringen Einkommen bezahlbar bleibt, hat die Bundesregierung schon im vorigen Jahr das Wohngeld reformiert: Zwei Millionen Haushalte können nun Wohngeld und WohngeldPlus erhalten – das sind 1,4 Millionen Haushalte mehr als bisher.
Städte wie Freiburg zeigen exemplarisch, dass es wichtig ist, zur Bekämpfung von Wohnungsnot nicht nur innerstädtisch nachzuverdichten, sondern auch ganze neue Stadtteile zu schaffen. Dabei muss auf eine gute Mischung von Wohnen und Arbeiten, ausreichende Kita-Plätze und eine hohe Lebensqualität mit Grünflächen, eine gute Anbindung an den ÖPNV und eine klimaschonende, nachhaltige Energieversorgung geachtet werden. So wie in Freiburg-Dietenbach.

Eintrag in das Goldene Buch: v.l.n.r. Nicole Razavi, Olaf Scholz Martin Horn
Die Bauern protestierten lautstark beim Spatenstich mit Bundeskanzler Scholz
Hunderte von Landwirtinnen und Landwirte haben lautstark während der Rede von SPD-Politiker Olaf Scholz, gegen die Agrarpolitik der Ampelkoalition protestiert.
Die Bauern wollten sich mit dem Kanzler austauschen, dies war wohl wegen des engen Zeitplans nicht möglich gewesen.












