Am 6. und 7. Dezember 2022 fand in der Messe Freiburg der erste Fachkongress zur Legalisierung von Cannabis in Deutschland statt.
163 Teilnehmende diskutierten in der Messe Freiburg über die Legalisierung von Cannabis
Am 6. und 7. Dezember 2022 fand in der Messe Freiburg der erste Fachkongress zur Legalisierung von Cannabis in Deutschland statt. In dem von der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM) initiierten neuen Format wurden die von der Bundesregierung beschlossenen Eckpunkte mit 163 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft diskutiert. Insgesamt 20 teilnehmende Keynote-Speaker nahmen im Rahmen von rund 20 Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen die aktuellen Rahmenbedingungen sowie Maßnahmen kritisch unter die Lupe und gaben einen Einblick in eine mögliche Ausgestaltung der Legalisierung mit konkreten Ansätzen für die unterschiedlichen Beteiligten.
Networking Cannabis
„Mit der Realisierung dieses Formates haben wir eine vollkommen neue Plattform
geschaffen und damit deutschlandweit Menschen vernetzt. Die Resonanz im Hinblick auf die Anmeldungen und das Feedback der Teilnehmenden zeigen, dass wir
genau den richtigen Nerv getroffen haben“, sagt FWTM-Geschäftsführer Daniel Strowitzki. „Als Veranstalter werden wir die Legalisierung weiter aufmerksam verfolgen und zeitnah über den Termin für die nächste CannaB. informieren.“
Dies bestätigt auch Daniel Kruse, Präsident der European Industrial Hemp Association (EIHA): „Die Vorstellung des Eckpunktepapiers durch Gesundheitsminister
Lauterbach war ein historisches Ereignis. Der europäische Fachverband der Hanfindustrie EIHA begrüßt die Cannabis-Legalisierung in Deutschland, die einen weiteren Schub für die europäische Hanfindustrie bringen wird und dazu beiträgt, die jahrzehntelange Stigmatisierung von Hanf zu beenden. Der Fachkongress CannaB. hat diesem komplexen Thema die professionelle und seriöse Plattform geboten, die es benötigt und verdient ."
Prof. Dr. Martin J. Hug Univeristätsklinikum Freiburg CannaB
Die Vorträge verteilten sich auf zwei Kongresstage und gliederten sich in vier verschiedene Themenblöcke. Am ersten Kongresstag wurden die Schwerpunktthemen „Rechtliche Aspekte des Eckpunktepapiers“ und "Best Practice Süd- und Nordamerika / Schweiz / Thailand" behandelt, am zweiten Tag "Anforderungen und Herausforderungen für die Politik", "Anbau vs. Import: Nischenthema Hanfanbau in Deutschland" und "Gesellschaftliche Aspekte" sowie "Medizinalcannabis – quo vadis".
Der intensive Austausch zwischen allen Beteiligten und Teilnehmern stand hierbei im Vordergrund. „Die Legalisierung von Cannabis bietet eine Chance für eine liberale Gesellschaft, für mehr Freiheitsrechte der 4-5 Millionen Konsumenten, für mehr Gesundheits- und Jugendschutz, und für eine bessere Präventionsarbeit im gesamten Drogenbereich. Aber es werden auch langfristig zehntausende neue Arbeitsplätze entstehen, und Milliarden an Umsätzen und Steuereinnahmen generiert werden. Die Legalisierung ist deshalb längst überfällig, und sollte der Beginn einer neuen, vernunftgeleiteten Drogenpolitik insgesamt sein. Die CannaB. bot ein hervorragendes Forum, auf dem diese Chancen intensiv diskutiert werden konnten“ so Kai-Friedrich Niermann, Wirtschafts- und Unternehmensjurist.
Nikolai Reith CannaB
Ergänzt wurden die Fachvorträge und Podiumsdiskussionen durch eine begleitende Ausstellung sowie großzügige Flächen für das Networking, die den Raum für Gespräche zwischen den Teilnehmenden, den Ausstellern und den Speakern ermöglichten, deren Bedeutung auch Nikolai Reith, Wirtschafts- und Sozialpolitischer Sprecher der FDP im Landtag BW betonte: „Es ist gut, dass die Ampelkoalition im Bund mit dem geplanten Gesetz die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene in lizensierten Geschäften regelt und den Cannabis-Konsum aus der illegalen Schmuddelkiste holt. Allerdings ist es überaus wichtig, dass Baden-Württemberg bei der Suchtberatung deutlich nachbessert. Genau deshalb ist es wichtig, die Legalisierung umfassend zu thematisieren und zu diskutieren. Dafür bietet die CannaB. eine hervorragende Plattform, für die ich den Veranstaltern sehr dankbar bin. Jetzt muss es nur noch in den Kreisen der Landesregierung ankommen!“
Eine Fortsetzung des Fachkongresses für das kommende Jahr befindet sich bereits in Planung


