Zum 15. Mal Kiwanis-Ferienschule in Herbolzheim
Rektorin Laupheimer: „So könnte Schule immer sein“
25 Jahre Kiwanisclub Emmendingen/Baden und 15 Jahre Kiwanis-Ferienschule Herbolzheim. Am Dienstagvormittag fand zu der Ferienschule 2023 ein Pressegespräch statt.

15 Jahre Kiwanis-Ferienschule in Herbolzheim, v.l. Bürgermeister Thomas Gedemer, Lisa Nold, Harald Prinz, Nanni Laupheimer und Bruno Witt.
Neben dem Past-Präsidenten des Kiwanisclubs Harald Prinz, waren Bürgermeister Thomas Gedemer, Hauptamtsleiter Bruno Witt, Lisa Nold (Stadtjugendarbeit) und Nanni Laupheimer, Rektorin der Emil-Dörle-Schule zugegen.
Schnell zeigte sich, die Kiwanis-Ferienschule ist in Herbolzheim nicht mehr wegzudenken und hat sich etabliert und bewährt. Sie ist eine Initiative, die Schülern helfen soll, während der Sommerferien ihre Leistungen in den Hauptfächern Deutsch, Mathe und Englisch zu verbessern. Sie wurde 2009 von Petra Zai-Englert (Emmendingen) aus der Wiege gehoben und konzeptionell gemeinsam mit Mitgliedern des Kiwanisclub Emmendingen/Baden weiterentwickelt. Gleichzeitig soll die Kiwanis-Ferienschule auch persönliche Kompetenzen fördern. Sie ist ein System, das Spaß am Lernen, passende Lernstrategien und den wertschätzenden Umgang mit anderen Menschen vermitteln soll. Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit sowie Beziehungsfähigkeit der Schüler sollen durch sie gestärkt werden.
Grundsätze der Kiwanis-Ferienschule
Die Kiwanis-Ferienschule findet zu Beginn der Sommerferien statt und dauert zwei Wochen, vom 7. bis 18. August an der Emil-Dörle-Schule. Um die Homogenität der Lerngruppen zu bewahren, nehmen nur Schülerinnen und Schüler der Werkreal- und Realschulen teil. Dabei besteht dieses Angebot, das pro Woche inklusive Mittagessen lediglich 36 Euro kostet, aus drei Komponenten, die untrennbar zueinander gehören: den Lernshops, dem gemeinsamen Mittagessen und den Workshops. Wer sich für die Kiwanis-Ferienschule anmeldet, nimmt deshalb auch an allen dreien teil. Das Mittagessen wurde in der Vergangenheit vom Unternehmen ebm-papst gesponsort. Die Jugendbeauftragte der Stadt Herbolzheim, Lisa Nold indes knüpft alle Fäden zusammen und organisiert zudem ein ansprechendes Programm mit einer bunten Bandbreite an Workshops. Technisch/Handwerklich, Musisch-Künstlerisch, Ernährung oder Sport sind hier die Schlagworte. Ein Highlight der Vergangenheit war der Golf-Workshop, derzeit ist Lisa Nold in Verhandlungen, dass es auch in diesem Jahr damit klappt.
Lernbegleiter zu rekrutieren, vornehmlich aus Studierenden der Hochschulen für Soziale Arbeit, der Pädagogischen Hochschule und der Universität, stelle kein Problem dar. Das Team besteht etwa aus 10 Lernbegleitern und bietet, so Bürgermeister Thomas Gedemer, „optimale Bedingungen in übersichtlichen Gruppen mit maximal sieben Schülern.“ Da können die Jugendliche sehen, das Lernen auch Freude bereitet und ganz anders ablaufen kann, als man es aus dem eigentlichen Schulalltag kennt.
Zwischen 120 und 140 Jugendliche nehmen an der Kiwanis-Ferienschule teil, manche nicht nur eine Woche, sondern gleich beide. Die Lernbegleiter sind dabei nicht nur für den Unterricht zuständig, sondern auch für die Workshops, viele besitzen natürlich doppelte Fähigkeiten wie Sport oder Kunst auss ihrem Studium. Außerdem erleben die Jugendlichen die Lernbegleiter damit auch ganz anders, als nur im Unterricht.
Fünf Kiwanis-Ferienschulen in der Region
Harald Prinz erläutert, dass man selbstverständlich auf Sponsoring angewiesen sei. Die fünf Kiwanis-Ferienschulen, die es hier gibt in Denzlingen, Emmendingen, Endingen, Herbolzheim und Waldkirch hätten 2022 insgesamt 20.000 Euro gekostet. Hier möchte man aber allen Kindern die Möglichkeit bieten, deshalb der geringe Wochenpreis. Einige Kinder lernen hierbei auch Deutsch als 2. oder 3. Sprache und machen dadurch große Fortschritte.
„So könnte schule immer sein“
„Ohne Lisa Nold und Nanni Laupheimer wäre das alles gar nicht zu stemmen“, sagte Prinz. Dabei dankte er auch der Stadt Herbolzheim. Und beim Abschlussprotokoll von den Schülern mit Bewertung, habe sich über die Jahre hinweg eine durchaus positive Bilanz gezeigt. „So könnte Schule immer sein“, fasste es die Rektorin zusammen, denn die zwei Wochen seien bestimmt durch ein friedliches, entspanntes Miteinander aller Beteiligten.
Um das alles finanzieren zu können, gibt es verschiedene Veranstaltungen, wie am Samstag, 6. Mai der Benefizabend „Stummfilm-Klassiker mit Livemusik“ zugunsten der Kiwanis-Ferienschulen und weiterer sozialer Projekte in der Festhalle des ZfP in Emmendingen.


