Zum Hauptinhalt springen
Nachrichten aus Emmendingen

Wie sehen die Friedhöfe der Zukunft aus?

20-köpfige Delegation aus Herbolzheim und Umgebung besucht „Campus Vivorum“ in Süßen

Herbolzheim. Seit einigen Jahren bildet die Umgestaltung der Friedhöfe in Herbolzheim und den Ortsteilen einen Schwerpunkt. So wurden nicht nur die Möglichkeiten an Bestattungsformen deutlich erweitert, wie etwa unter Rebstöcken, unterm Baum oder zuletzt im Rosengarten, sondern auch ein Sternenkinderfeld und die Insel des Erinnerns angelegt.

Vor allem aber ist es das Ziel, verstärkt die Trauerenden in den Blick zu nehmen und Orte zu schaffen, die den Bedürfnissen der Hinterbliebenen entsprechen. Derzeit wird nun ein Friedhofsentwicklungsplan erarbeitet, der den Blick in die kommenden Jahre wirft. Vor kurzem wurde dazu eine Informationsfahrt nach Süßen in der Nähe von Göppingen unternommen. Eine 20-köpfige Gruppe um Bürgermeister Thomas Gedemer, bestehend aus Mitgliedern des Gemeinderates, Bauhof-Mitarbeitern, Trauerbegleiterinnen und Interessierten aus Kenzingen; Rheinhausen und Denzlingen, besuchten den „Campus Vivorum“ - wörtlich übersetzt „Feld der Lebenden“. Es handelt sich um ein Experimentierfeld mit dem Titel „Friedhof der Zukunft“, das ganz konkrete Praxisbeispiele zeigt, wie ein Friedhof vor allem auch zu einem solchen Ort des „heilsamen Trauerns“ werden kann. Es ist gemeinsam mit Stadtplanern aus ganz Europa entstanden. Die Teilnehmenden der Informationsfahrt waren sichtlich berührt und inspiriert von den zahlreichen Ideen, die auch auf kleinen Flächen und ohne größeren finanziellen Aufwand umgesetzt werden können.

Die Mitarbeiter des Campus, die von Anfragen für Führungen überhäuft werden, hatten zum ersten Mal eine solch gemischte Gruppe zu Besuch, die so den Austausch unter ganz verschiedenen Blickwinkeln ermöglichte. Es ist die Verbindung zwischen der Vermittlung von theoretischem Wissen und ganz konkret umgesetzten Praxisbeispielen, die Menschen aus ganz Deutschland und den angrenzenden Nachbarländern zum „Campus Vivorum“ reisen lässt. Mehr zum „Campus Vivorum“ finden Sie unter www.raum-fuer-trauer.de

Text/Bilder: Stadt Herbolzheim

Auch interessant:

Anzeige

Anzeige