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Nachrichten aus Emmendingen

Präventionsprojekt zum Thema sexuelle Gewalt an Emmendinger Grundschulen 11.500 Euro Spendenübergabe an „Mein Körper gehört mir“

Mein Körper der, gehört mir allein! Du bestimmt über Dein und ich über Mein!“

Das ist die Kernaussage des Präventionsprograms „Mein Körper gehört mir“, welches aktuell für die 3. und 4. Klassen aller Emmendinger Grundschulen stattfindet.

Die Spendenübergabe in Höhe von 11.5000 Euro am 20. März

Stadt Emmendingen

Das dreiteilige Programm der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück (tpw) behandelt damit das Thema sexuelle Gewalt. Ein Thema, bei dem viele Erwachsene vor der Frage stehen, wie sie mit ihren Kindern darüber ins Gespräch kommen können. Das mehrfach ausgezeichnete Theaterprogramm vermittelt das Thema kindgerecht und angstfrei.

„Ein Nein-Gefühl sagt mir, ich will das nicht mehr“

Aber was sind überhaupt Nein-Gefühle und an wen kann ich mich wenden, wenn ich Hilfe brauche?

Eine Theaterpädagogin und ein Theaterpädagoge spielen Szenen, die sich inhaltlich an der Lebenswirklichkeit von Kindern orientieren und bei denen Grenzen verletzt oder überschritten worden sind: eine Fahrt im Bus, der Nachbar, der das Kind beim Tennis spielen am Po berührt oder das Finden neuer „Freunde“ im Chat. Anhand dieser Spielszenen werden verschiedene Formen sexueller Gewalt erklärt. Es gibt Berührungen, die Kinder nicht wollen - davon und wie darauf reagiert werden kann, handeln die Spiel- und Interaktionsszenen. Eine besondere Bedeutung hat hierbei der Austausch mit den Kindern, denn sie werden angeregt, Fragen zu stellen und sich mitzuteilen.

„Was meint ihr, wie fühlt sich das Kind gerade? Wie hättet ihr reagiert?“

Zum einen lernen die Kinder, dass sie ihren Gefühlen trauen können und dass jeder Mensch das Recht hat, „Nein!“ zu sagen, wenn eine Berührung unangenehm ist oder sie ein Nein-Gefühl haben. Zum anderen erfahren sie, dass bei sexuellem Missbrauch immer nur der Täter oder die Täterin Schuld hat, niemals das Kind. Die Kinder erfahren jedoch auch, dass nicht alle Situationen so leicht zu lösen sind und das „Nein-Sagen“ auch nicht immer einfach ist. Die Kinder bekommen deshalb immer wieder den Impuls, sich Hilfe bei Erwachsenen zu holen oder von dem Erlebten einer vertrauten Person zu berichten.

Die Theaterpädagogen spielen Szenen nach, bei den Grenzen überschritten werden und erklären wie Kinder darauf reagieren können.

Stadt Emmendingen

Mit einem Informationsabend werden auch die Eltern und Erziehungsberechtigten der Kinder miteingebunden. Die Teilnehmer_innen werden dort in die Szenen eingeführt und können im Anschluss mit den Theaterpädagog_innnen ihre Fragen und Anliegen klären.

„Es ist toll zu wissen, was meine Kinder bei dem Projekt sehen und lernen. Außerdem gibt mir der Elternabend Sicherheit auch zu Hause mit meinen Kindern über das Thema zu sprechen“.

Von dem Programm profitieren die Fritz-Boehle-Grundschule, die Markgrafengrundschule, die Meerweingrundschule, die Grundschulen in Wasser, Kollmarsreute, Windenreute und Mundingen sowie das SBBZ Lernen und die Sprachheilschule. Die Organisation und Projektbegleitung liegt in den Händen der jeweiligen Schulsozialarbeiter_innen der Schulen.

Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren, die das Projekt finanziell ermöglicht haben. Die Spendensumme von rund 11.500 Euro wurde durch die Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, die Wilhelm-Oberle Stiftung, den Förderverein Sicherer Landkreis e.V. und durch die Volksbank Breisgau Nord beim Elternabend am 20. März übergeben.

Text/Bilder: Stadt Emmendingen

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