Neues flächendeckendes Sirenennetz in Emmendingen
Die Stadt Emmendingen hat ein flächendeckendes Sirenennetz aufgebaut, um den Bevölkerungsschutz weiter zu stärken. Insgesamt wurden sieben moderne Sirenen installiert – je eine in der Stadtmitte, im Gebiet Bürkle-Bleiche sowie in jedem der fünf Ortsteile.

Sirene über der Stadt Emmendingen
Das neue System ermöglicht eine gebiets- und anlassbezogene Warnung der Bevölkerung im Krisenfall, bei größeren Einsätzen sowie in sonstigen Notlagen. Die Sirenen sind mit verschiedenen Alarmtönen und vorab eingesprochenen Sprachdurchsagen ausgestattet, die je nach Gefahrenlage gezielt eingesetzt werden können. So reichen die Durchsagen beispielsweise von Hinweisen bei Bränden („Bitte Fenster und Türen geschlossen halten“) bis zu Warnungen bei Extremwetterlagen („Bitte halten Sie sich nicht in schnell überfluteten Kellerräumen auf“).
Ein besonderer Vorteil des Systems ist die Einzelansteuerbarkeit der Sirenen. Dadurch können betroffene Bereiche punktgenau gewarnt werden – sowohl im Stadtgebiet als auch in den Ortsteilen. Die Standorte der Sirenen befinden sich auf städtischen Gebäuden wie Schulen, einem Feuerwehrgerätehaus und dem Dorfgemeinschaftshaus in Maleck. In der Stadtmitte wurde zudem eine Sirene auf dem Dach des Landratsamts installiert. Die Platzierung der Sirenen erfolgte auf Grundlage präziser Schallsimulationen, um eine bestmögliche Abdeckung sicherzustellen.
Zusätzlich werden bei Bedarf Feuerwehrfahrzeuge mit Lautsprecherdurchsagen in betroffenen Gebieten eingesetzt. Die Auslösung der Sirenen kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Standardmäßig geschieht dies über das Modulare Warnsystem (MoWaS) des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. In der Praxis erfolgt die Aktivierung in der Regel durch die Integrierte Leitstelle Emmendingen.
Darüber hinaus setzt die Stadt Emmendingen weitere Maßnahmen zum Bevölkerungsschutz um. Derzeit werden beispielsweise zusätzliche Notfallanlaufstellen für größere Schadenslagen eingerichtet.
Die Sirenen der Stadt Emmendingen werden am bundesweiten Warntag, 11. September probeweise ausgelöst.


