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Nachrichten aus Emmendingen

Mehr Krankschreibungen im Kreis Emmendingen

Im Kreis Emmendingen waren die Menschen letztes Jahr häufiger, aber etwas kürzer krankgeschrieben. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsreport der BARMER hervor.

Je 100 Erwerbspersonen ermittelte die Krankenkasse 196 sogenannte ‚Arbeitsunfähigkeitsfälle‘ (AU-Fälle). „Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle im Kreis Emmendingen um drei Prozent gestiegen. Am häufigsten war eine Atemwegserkrankung der Grund für eine Krankschreibung“, sagt Philipp Knappe, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Emmendingen. Da gleichzeitig die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) zurückgegangen sei, waren die Emmendinger im Schnitt 19,6 Tage krankgeschrieben. Fast einen halben Tag weniger als im Jahr 2022.

Rekordhoch bei den landesweiten Krankheitsfällen

Bei der Zahl der AU-Fälle schneide Baden-Württemberg besser ab als der Bund. Deutschlandweit habe die BARMER im Jahr 2023 203 AU-Fälle je 100 Erwerbspersonen ermittelt, in Baden-Württemberg seien es 183. Dennoch: „Das ist ein historischer Wert, mehr Arbeitsunfähigkeitsfälle haben wir in Baden-Württemberg noch nie erfasst“, so Knappe. Bei den landesweiten Arbeitsunfähigkeitstagen habe es einen Rückgang um 3,4 Prozent gegeben. Auch der Krankenstand sei in Baden-Württemberg gesunken, von 5,34 Prozent im Jahr 2022 auf 5,16 Prozent. „Wir befinden uns in der Post-Corona-Phase. Während wir im Jahr 2022 enorme Nachholeffekte bei den Infektionskrankheiten gesehen haben, scheint sich die Lage langsam zu normalisieren. Aber wir sehen einen Rückgang auf hohem Niveau.“ 

Mehr als 600.000 AU-Fälle und 6,7 Millionen AU-Tage

Für den Gesundheitsreport hat die BARMER die Arbeitsunfähigkeitsdaten von mehr als 335.000 baden-württembergischen Erwerbspersonen im Jahr 2023 ausgewertet. Erwerbspersonen sind Versicherte, die Anspruch auf Krankengeld haben. Hierzu zählen die versicherungspflichtig beschäftigten Mitglieder der BARMER, Arbeitslosengeld-I-Empfänger und Selbstständige, die freiwillig bei der BARMER versichert sind und die Anspruch auf Krankengeld haben. Insgesamt ermittelte die BARMER in Baden-Württemberg 601.000 AU-Fälle und 6,7 Mio. AU-Tage.

Quelle: BARMER

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