Mehr Chancen für Menschen mit Behinderungen.
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Behinderung – Potential für den Arbeitsmarkt
Noch immer liegt die Erwerbstätigkeitsquote von Menschen mit Beeinträchtigungen circa 20 Prozent unter dem Bevölkerungsdurchschnitt. Eine Teilnahme an der Arbeitswelt und einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen, sind wesentliche Voraussetzungen für ein möglichst zufriedenes und selbstbestimmtes Leben. Dennoch ist die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderung nach wie vor nicht selbstverständlich. Inklusion sowie Integration sind eher immer noch die Ausnahme. Aber ,es gibt sie: inklusive Arbeitsmodelle von Unternehmen, die sich auf die Potenziale von Menschen mit Behinderung konzentrieren und ihre Stärken fördern.
Bernhard und Pascal Schmolck machten in ihrer Begrüßungsrede darauf Aufmerksam, wie wichtig es sei, als Mensch mit Handicap eine Arbeit zu haben und somit an der Gesellschaft teilhaben zu können
Unter dem Titel: "Gut beschäftigt-Mitarbeiter mit Behinderung finden ,einstellen und halten "lud das Skoda Autohaus der Firma Schmolck in Emmendingen zum Erfahrungsaustausch ein. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion waren der Behindertenbeauftragte des Landkreis Emmendingen Bruno Stratz, die Inklusionsbeauftragte der Stadt Emmendingen Esther Weber, sowie viele Unternehmer mit "Best Practice" Berichten zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung.
Bernhard und Pascal Schmolck machten in ihrer Begrüßungsrede darauf Aufmerksam, wie wichtig es sei, als Mensch mit Handicap eine Arbeit zu haben und somit an der Gesellschaft teilhaben zu können.
Die Gruppe der Menschen mit einer Behinderung ist sehr vielfältig und nur ein kleiner Teil werden mit einer Behinderung geboren. Menschen mit Beeinträchtigungen einzustellen, bedeutet für Unternehmen ,motivierte und oft auch erfahrene Mitarbeiter zu bekommen, dies ist ein wichtiger Aspekt bei der aktuellen Arbeitsmarktlage.
Behindertenbeauftragte des Landkreis Emmendingen Bruno Stratz
Viele Arbeitgeber haben dieses Potenzial bereits erkannt und schätzen die Beschäftigung von Menschen mit Handicap als Gewinn für ihr Unternehmen.
Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, kann jeder Arbeitsplatz von einem Menschen mit einer Behinderung gut ausgefüllt werden, Inklusion ist keine Frage der Unternehmensgröße. Es ist an der Zeit die Menschen mitzunehmen und gleichzeitig zu mehr Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu führen. Gleiche Chancen für Menschen mit Behinderungen, sich durch Leistung am Arbeitsplatz zu bewähren, ist nicht nur eine sozialpolitische Aufgabe, sondern auch betriebswirtschaftlich sinnvoll und Bestandteil gelebter Betriebskultur.
Podiumsdiskussion mit: Tobias Ruppenthal, Berater für Betriebliches Eingliederungsmanagement der Berufsgenossenschaft, Mathias Schmidt-Oswald, Integrationsfachdienst Freiburg, Roswitha Schneider Teamleiterin Berufliche Rehabilitation und Teilhabe, Agentur für Arbeit Freiburg, Bruno Stratz, und Julica Goldschmidt, Moderation
Viele Sonderregelungen für Beschäftige mit Behinderung erschweren es so manches Mal, bei Arbeitgebern bestehende Vorurteile "schwerbehindert gleich leistungsgemindert“ auszuschalten und die Unternehmen zu mehr Einstellungen schwerbehinderter Menschen zu ermutigen. Viele Vorschriften bewirken oft das Gegenteil von Inklusion, indem sie sogar neue zusätzliche Einstellungshemmnisse errichten.
Initiativen und Institutionen unterstützen hier bei einer Integration. Die aber laut Esther Weber, noch nicht umfassend gelingt. Die berufliche Teilhabe von behinderten Menschen unterscheidet sich regional recht deutlich, so liegt die Stadt Freiburg bei 4,0% und der Landkreis Emmendingen bei 3,6%. Zu oft stehen immer noch die Schwächen der Menschen mit Behinderung und nicht ihre Potentiale im Vordergrund.
Esther Weber
Hier sollten Möglichkeiten geschaffen werden, in der sich Menschen mit Beeinträchtigungen entwickeln können, denn die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Arbeits- und Berufsleben ist ein wichtiges gesellschafts- und arbeitsmarktpolitisches Anliegen... Für Unternehmen gibt es viele gute Gründe für eine inklusive Personalpolitik – die Orientierung an guten Beispielen aus der Wirtschaft kann auf diesem Weg weiterhelfen.


