Junior Ranger 2 Freizeit.
Zwei erlebnisreiche Tage im Wald: 13 Kinder und Jugendliche entdeckten bei der Junior Ranger 2 Freizeit die Natur und bauten eigene Möbel aus Grünholz.

An der Steckwaldhütte im Wald bei Freiamt bauten die Kinder gemeinsam Grünholzmöbel.
Landkreis Emmendingen. Bei der zweitägigen Ferienfreizeit Junior Ranger 2 der Kreisjugendarbeit Emmendingen haben 13 Kinder und Jugendliche den Wald rund um die Steckwaldhütte bei Freiamt erkundet. Am 11. und 12. August lernten die 10- bis 14-Jährigen spielerisch die heimische Tier- und Pflanzenwelt kennen und stellten gemeinsam Möbel aus Grünholz her.
Die Gruppe bestand aus sieben Jungen und sechs Mädchen aus dem gesamten Landkreis Emmendingen. Begleitet wurden sie von einem Team aus Naturpädagogen, Fachkräften der Kreisjugendarbeit sowie Mitarbeitenden des Forstamts. Auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen konnten an dem inklusiven Angebot teilnehmen.
Zum Auftakt standen verschiedene Kennenlernspiele auf dem Programm. „Die Spiele haben dazu beigetragen, die Gruppe zusammenzubringen. Trotz der Altersunterschiede haben sich alle gut verstanden und toll zusammengearbeitet“, berichtet Lisa Waldmann, Kindheitspädagogin bei der Kreisjugendarbeit Emmendingen und Betreuerin der Ferienfreizeit.
Treffpunkt war an beiden Tagen das Rathaus in Freiamt. Von dort ging es gemeinsam zu Fuß hinauf in den Wald. Bereits auf dem Weg bestimmten die Kinder Baumarten und lösten Aufgaben rund um die heimische Tierwelt.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der handwerklichen Arbeit: Aus frisch gesammelten Ästen bauten die Kinder eine Gartenbank und einen Tisch. Dafür suchte eine Gruppe geeignetes Holz, entfernte kleinere Zweige, maß die benötigten Längen ab und sägte die Äste passend zu. Ein weiteres Team entrindete das Holz mit Schnitzmessern. Mit Akkuschraubern und Nägeln entstanden anschließend unter anderem Tischbeine sowie eine Rückenlehne für die Bank. „Grünholz lässt sich besonders gut bearbeiten, weil es noch biegsam ist. Beim Trocknen wird es später sehr stabil“, erklärt der zertifizierte Waldpädagoge Frank Otteni vom Forstamt des Landkreises Emmendingen.
Auf ein Lagerfeuer musste die Gruppe in diesem Jahr leider verzichten. Wegen der extremen Trockenheit und der damit verbundenen Waldbrandgefahr durfte kein Feuer entzündet werden. Der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch: Neben vielen neuen Eindrücken aus dem Wald nahmen die Kinder vor allem die Erfahrung mit, gemeinsam etwas Eigenes geschaffen zu haben.




