Ereignisreiches Jahr für den Akkordeon-Club Reute
Abschied von Dirigent Florian Siegel und s´zweit Fescht
REUTE. Nach den Coronajahren konnte der Akkordeon-Club Reute (ACR) endlich wieder auf ein normales Vereinsjahr blicken. Endlich wieder normale Proben, Konzerte und Feste.

Wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt: Michael Siegel und Antonia Kuliberda – umrahmt vom Vorstandsteam des ACR (von links): Regina Siegel, Christian Schwitzer, Antonia Kuliberda, Michael Siegel und Simone Moser.
Doch es war ganz und gar kein normales Jahr für den ACR.
„2023 war ein Jahr der letzten Male, der ersten Male und der zweiten Male“, fasste Vorsitzender Christian Schwitzer zusammen. Zum letzten Mal hatte Florian Siegel beim Frühjahrskonzert am 6. Mai den Dirigentenstab in der Hand. Nach 27 Jahren verabschiedete er sich mit dem Mottokonzert „Reute rockt plus“ und ließ bei diesem Rockkonzert die Eichmattenhalle nochmals gebührend beben. Zum ersten Mal gab Siegels Nachfolger, der in Stefan Heumesser gefunden wurde, seinen Einstand beim Adventskonzert. Der Verein sei froh, einen so musikalisch engagierten Dirigenten gefunden zu haben, der die Begeisterung für die Musik – wie Siegel – auf die Orchesterspieler übertrage.
Zum zweiten Mal fand im Sommer – zusammen mit den Riddemer Hoselotzi – das s´Zeit Fescht hinter der Eichmattenhalle statt. In der erneuten Auflage stemmte der ACR das dreitägige Fest mühelos. Ein weiteres Fest – wieder in Kooperation mit den Hoselotzi – ist für 2025 geplant.

Insgesamt 14 passive Mitglieder des ACR konnten für langjährige Mitgliedschaft und Unterstützung geehrt werden.
Auch die musikalischen Leiter blickten auf das Jahr zurück. Siegel bedankte sich in der Versammlung nochmals für die Jahrzehntelange gute Zusammenarbeit, die ihm „eine menge Spaß“ gemacht habe. „Den Taktstock weitergeben wollte ich ursprünglich schon früher; doch dann kam Corona“, bilanzierte Siegel. Er wollte sich natürlich mit einem gebührenden Konzert verabschieden, was dann im vergangenen Jahr geklappt habe. Auch Stefan Heumesser zeigte sich in seinen ersten Monaten als musikalischer Leiter des ACR sehr zufrieden. Beide seien froh, ein Teil dieser großartigen Gemeinschaft zu sein und dankbar darüber, dass sie mit dem Orchester all ihre Leidenschaft und Gefühle zum Ausdruck bringen könnten.
Nicht nur musikalisch steht der Verein gut dar. Davon zeugten die vielen Ehrungen, die an diesem Abend auf dem Programm standen. 14 passive Mitglieder konnten für langjährige Unterstützung und Mitgliedschaft im Verein geehrt werden. Zudem wurden Michael Siegel und Antonia Kuliberda, die beide jahrelang in der Vorstandschaft des Vereins tätig waren, zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Bürgermeister Michael Schlegel lobte den ACR dafür, dass er das Dorfleben mit seinen Veranstaltungen bereichere und bescheinigte dem Verein, dass er zukunftsfähig aufgestellt sei – dies belegten nicht nur die musikalischen Höhepunkte, sondern auch die zahlreichen fördernden Mitglieder sowie die langjährige Zugehörigkeit der Orchesterspieler. Daher sicherte er zu, dass die finanzielle Unterstützung, trotz schwieriger Haushaltslage, auch weiterhin durch die Gemeinde gewährleistet werde.



