Emmendinger 8er-Rat arbeitet an den nächsten Projekten
Es wurde diskutiert, gefragt, mitgeschrieben und vor allem gebrainstormt. In der Steinhalle hat sich am Mittwoch, 29. Januar, der 8er-Rat versammelt. Der 8er-Rat, das sind Schülerinnen und Schüler, die in Emmendingen die achte Schulklasse besuchen.

Gemeinsam arbeiten Sie an Ideen, um die Stadt zu verbessern. Diese Form der Jugendbeteiligung gibt es in Emmendingen seit dem Jahr 2016. Der 8er-Rat gibt den Jugendlichen die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung der Stadt mitzuwirken. Oberbürgermeister Stefan Schlatterer erinnerte in seiner Begrüßung der Jugendlichen daran, dass Stadt und Stadtrat für die Umsetzung einiger der Ideen ein Budget von 20.000 Euro zur Verfügung stellen. Er machte den Schülerinnen und Schülern Mut, ihre Ideen weiterzuverfolgen. In der Vergangenheit haben die Jugendlichen beispielsweise den EM-Cup eingeführt - einen wiederverwendbaren Kaffeebecher.
Auch in diesem Jahr wird wieder mindestens eine Idee der Jugendlichen umgesetzt. Doch noch befinden sich die Schülerinnen und Schüler in der Entwicklungsphase. In Gruppen arbeiten sie ihre Vorschläge aus. Die Jugendlichen wünschen sich beispielsweise mehr Sitzgelegenheiten, Trinkwasserspender, einen Volleyballplatz und einen Infopoint. Sie beschäftigen außerdem die Themen Verkehrssicherheit, Schulsanierung, Müllvermeidung und politische Mitsprache.
Um ihre Ideen zu konkretisieren, haben die Jugendlichen am Dienstag Unterstützung von den Experten und Expertinnen der Stadt bekommen. Stadträte und Mitarbeiter der Verwaltung haben den Arbeitsgruppen mit ihrem Fachwissen weitergeholfen.
„Das ist eine kleine Gruppe, die ein großes Rad drehen möchte“, sagte ein Experte aus dem Fachbereich Planung und Bau bei der anschließenden Präsentation zum Thema Schulsanierung. Er gab den Jugendlichen den Rat, bauliche Mängel zu dokumentieren und zu melden. Und versprach, dass auch die Stadtverwaltung sich bereits intensiv mit den Schulsanierungen beschäftigt.
„Ich werde das Thema mit in den Stadtrat nehmen“, versprach Stadträtin Sultan Toka-Güney, die sich gemeinsam mit einer Gruppe Jugendlicher dem Thema Mülltrennung gewidmet hat. Die Schülerinnen und Schüler würden gerne einen Mülleimer entwickeln, mit dem Mülltrennung Spaß macht und auch im öffentlichen Stadtgebiet möglich ist.

„Ich finde es toll, dass die Gruppe sich überlegt hat, was sie selbst zur Umsetzung der Idee beitragen kann“, betonte Sonja Schneider vom Stadtteil- und Familienzentrum Bürkle-Bleiche. Sie hat sich gemeinsam mit den Jugendlichen dem Thema Infopoint gewidmet.
In allen Gruppen wurde rege diskutiert und das Wissen der Experten in Anspruch genommen. Beispielsweise in der Gruppe Verkehrssicherheit, in der erörtert wurde, warum eine Querungshilfe leichter einzurichten ist als ein Zebrastreifen.
Noch bis zum 3. April haben die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Ideen auszuarbeiten. Dann dürfen sie die Projekte dem Ausschuss für Kultur und Soziales präsentieren. Im Anschluss wird gemeinsam an der Umsetzung der vielversprechendsten Ideen gearbeitet.


