Ein Ort für die Lebenden – Insel des Erinnerns offiziell eingeweiht
Bestattungsformen sind vielfältig wie das Leben selbst.
Ein weiterer Mosaikstein in der kommunalen Friedhofgestaltung durfte Bürgermeister Thomas Gedemer gemeinsam mit den Mitwirkenden an diesem Projekt sowie Bürgerinnen und Bürgern am vergangenen Dienstagabend auf dem Friedhof in der Kernstadt einweihen.
Große helle Steine laden zum Verweilen ein. Die Säule mit bunten Kieselsteinen aus dem Rhein, an denen leise Wasser hinunterfließt, fangen den Blick des Betrachters. Die Stehle mit ihren Inschriften „Zeit, Liebe, Erinnerung, Nähe und Ewigkeit“ spricht aus dem Herzen. Die „Insel des Erinnerns“ – wie der neu gestaltete Ort heißt - liegt direkt neben dem Sternenkinderfeld und möchte den Menschen in geschützter Atmosphäre die Möglichkeit bieten, die Gedanken fließen und den Erinnerungen an den geliebten Menschen freien Lauf zu lassen.
Dem ursprünglichen Impuls zur Schaffung dieses besonderen Ortes liegt die Frage zugrunde, die viele Menschen umtreibt: Wohin soll ich gehen, wenn die Grabliegezeit endet? Die Insel des Erinnerns bietet nun die Möglichkeit, den Namen des oder der Verstorbenen oder einen Spruch, ein Symbol auf ein Blatt aus Metall eingravieren zu lassen. Auch Menschen, deren Angehörige weiter weg begraben sind, können sich hier einen Erinnerungsort schaffen. Darüber hinaus bietet das schützende Rund einen einladenden Ort für Trauerfeiern im kleinen Kreis unter freiem Himmel.
Die Entstehung solcher Orte braucht kreative Köpfe“, so Bürgermeister Thomas Gedemer über die Anfänge des gelungenen Gemeinschaftsprojekts. Neben dem Gemeinderat, der diesem Vorhaben von Anfang an offen und unterstützend gegenüberstand, haben sich vor allem Christina Gedemer, tätig in der ehrenamtlichen Trauerarbeit, Steinmetz Florian Gruber, Gartenbauingenieur Hansjörg Haas sowie Metallbauer Sebastian Leibbrand, der die Blätterranke mit Hingabe gestaltet hat, intensiv eingebracht. Einen großen Anteil trägt auch Tamara Brennecke. Sie ist für die Friedhofsverwaltung der Stadt zuständig. Sie wisse, was die Menschen brauchen, lobte Thomas Gedemer. Dank gilt auch dem Bauhof, der das Vorhaben mit viel Engagement umgesetzt hat.
Tamara Brennecke brachte die Bedeutung dieses besonderen Ortes abschließend auf den Punkt: „Die Insel des Erinnerns schenkt Raum für Erinnerungen. Eine Insel in geschützter Atmosphäre, wo man allen Gefühlen und Erinnerungen freien Lauf lassen kann. Eine Rettungsinsel.“
Christina Gedemer führte in ihren Impulsen zum Brunnen aus: „Es sind verschiedenfarbige Steine; bunt und vielfältig wie das Leben selbst. Und so wie diese Steine aufeinander gebaut sind, so werden Erfahrungen und Erlebnisse im Laufe eines Lebens immer mehr.“
Ein nächster Schritt in der Erweiterung der Bestattungsformen wird die Bestattung im Rosengarten sein, die neben der Insel des Erinnerns ihren Platz finden soll.
Bei Fragen zur Insel der Erinnerung und Interesse am Erwerb eines Blattes für Ihre Verstorbenen wenden Sie sich bitte an unser Friedhofsamt: Frau Tamara Brennecke, 07643-9177-802 oder


