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Nachrichten aus Emmendingen

Das Projekt „Empowerment von Frauen

Ukrainische Frauen entdecken neue Potentiale“ feierte einen erfolgreichen Abschluss.

Kreis Emmendingen. Das Projekt „Empowerment von Frauen“, welches sich seit Juni 2024 über eineinhalb Jahre lang an ukrainische Frauen im Landkreis Emmendingen richtete, findet Ende Dezember 2025 seinen Abschluss.

Freuen sich über das erfolgreiche Ende des Projekts (von links): Tatiana Petrenko, Olga Erochina, Galina Arbeth, Maria Bihutivska, Sylvia Fall, Petra Wieber, Irina Friedemann, Oksana Olitnizka, Olga Filianova

Am Mittwochabend, 17. Dezember 2025, fand die Abschlussveranstaltung statt. Ziel des Projekts war es, geflüchtete Ukrainerinnen bei der nachhaltigen Integration zu unterstützen, ihr Selbstwertgefühl und den Glauben an die eigenen Fähigkeiten zu stärken sowie die berufliche und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.

Gefördert wurde das Projekt mit 22.350 Euro vom Landessozialministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Petra Wieber (Integrationsbeauftragte des Landkreises Emmendingen) und Sylvia Fall (Integrationsbeauftragte der Stadt Emmendingen) hatten es mit dem Verein WESNA (siehe Info am Ende des Textes) durchgeführt.

Im Verlauf des Projekts nahmen 31 ukrainische Frauen teil, von denen 27 bis zum Projektende verblieben. Die Bandbreite ihrer Ausbildungen und beruflichen Qualifizierungen reichte von Buchhaltung, Sozialarbeit und Pädagogik bis hin zu Ingenieurwesen und Medizin. Ein besonderer Fokus des Empowerment-Projekts lag darauf, die sehr unterschiedlichen Sprachkenntnisse zu verbessern. So wurden fortlaufend Kommunikationstraining angeboten, Gedächtnistrainings initiiert und Netzwerke ausgebaut.

Um den Teilnehmerinnen die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern, fanden regelmäßig Workshops und Seminare statt. Unter anderem erhielten die Frauen Unterstützung bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen, der Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche sowie Einblicke in arbeitsrechtliche Fragestellungen und das deutsche Renten- und Steuersystem. Ergänzend bestand ein Angebot an individueller Beratung und psychologische Unterstützung.

Erfolgreich vermittelte das Projektteam Praktika, Minijobs und qualifizierte Arbeitsplätze: So konnten die meisten der zu Beginn arbeitssuchenden Teilnehmerinnen in ein Arbeitsverhältnis oder eine weiterführende Maßnahme überführt werden. Insgesamt wurden über 1.500 Bewerbungen versendet, für elf Frauen vermittelte das Team direkte Kontakte zu Unternehmen, für mehrere weitere konnten Bewerbungsgespräche vorbereitet werden.

Informationen zum Verein WESNA:

Die inhaltliche Umsetzung des Projekts erfolgte durch den Verein WESNA e.V., einem gemeinnützigen Verein, der im Frühjahr 2020 von russischsprachigen Frauen gegründet wurde. Das Ziel des Vereins ist die erfolgreiche Integration und die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern. WESNA e.V. unterstützt maßgeblich die Integration von Zugewanderten in Deutschland durch ein interdisziplinäres Team, das unter anderem aus Psychologinnen, Sprachwissenschaftlerinnen und Finanzexpertinnen besteht. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs richtet sich die Unterstützung verstärkt an geflüchtete Frauen aus der Ukraine. (https://wesna-verein.de)

Text/Bild: Landratsamt Emmendingen

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