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Nachrichten aus Elztal

Klimagespräch über „Mehr Photovoltaik für Waldkirch“

Wolfgang Schäfer vom Arbeitskreis Klimaschutz hieß zahlreiche Gäste im Bürgertreff Kollnau beim Klimagespräch zum Thema „Mehr Photovoltaik für Waldkirch“ willkommen. „Ziel der Stadt Waldkirch ist es, Photovoltaik massiv auszubauen“, so Schäfer. Deshalb kooperiert die Stadt mit der Firma SolarHub, die zu diesem Thema Webinare und Beratung anbietet.

David Wolf Gründer von SolarHub und Wolfgang Schäfer vom Klimaschutzarbeitskreis Waldkirch

Stadt Waldkirch

Klimaschutzmanager Markus Dangel betonte, dass es im Bereich Sonnenenergie in Waldkirch noch viele Potentiale gibt: „Auf geeigneten Dächern könnten bis zu 86 Gigawattstunden Solarstrom gewonnen werden. Als Stadt haben wir uns deshalb gefragt, wie wir die Bürger dabei unterstützen können, Photovoltaikanlagen zu installieren. So haben wir uns dazu entschlossen, eine webbasierte PV-Kampagne mit SolarHub zu starten.“

Als Gründer von SolarHub erklärte David Wolf, wie seine Firma mit der Stadt Waldkirch zusammenarbeitet. Der erste Schritt sei die Erstellung eines digitalen Zwillings jeden Gebäudes in Waldkirch gewesen. Anhand dieses 3D-Modells kann eine Solaranlage auf dem eigenen Haus ganz konkret geplant werden. „Sie als Bürger erhalten dabei eine unabhängige und neutrale Beratung von uns“, bemerkte Wolf.

Bei den „digitalen Gebäude-Zwillingen“ werden verschiedene Faktoren berücksichtigt: „In der Berechnung werden die umliegenden Bauten und auch nahe Bäume direkt einbezogen. Sollte sich herausstellen, dass in der Berechnung ein Baum nicht berücksichtigt wurde oder beispielsweise ein weiter entferntes hohes Gebäude doch Einfluss auf die Einstrahlung der Sonne auf das Dach hat, können wir das nachsteuern“, erklärte David Wolf. Innerhalb der individuellen Simulation können weitere Merkmale wie der Eigenverbrauch, ein möglicher Speicher, die Nutzung der Energie für Elektromobilität oder die Wärmeversorgung berücksichtigt werden.

„Durch die Wärmeplanung, welche die Stadt Waldkirch bereits vorliegen hat, kann auch diese bei der Abwägung, ob eine Wärmepumpe eingebaut werden soll oder nicht, berücksichtigt werden“, ergänzte Wolf.

Die Beratung erfolgt zunächst mittels eines Webinars, innerhalb dessen der Simulator auf der Webseite von Solarhub für die individuelle Planung der Solaranlage erklärt wird und Fragen gestellt werden können. Im zweiten Schritt bietet ein individuelles Beratungsgespräch die Grundlage zur kompletten Simulation der möglichen Anlage. Mit den Ergebnissen kann direkt ein Installateur beauftragt werden, der keine gesonderte Befliegung und weitere Planung mehr durchführen muss. In der Simulation werden zusätzlich die Installateure in nächster Nähe angezeigt, sodass ein möglicher Auftrag lokal vergeben werden kann. Das Webinar und die Beratung sind derzeit kostenlos, da die Stadt Waldkirch das Angebot fördert.

Ein Gast möchte wissen, wie es mit Mehrfamilienhäusern aussieht. „Hier haben wir einen Partnerbetrieb, der sich darauf spezialisiert hat. Allerdings auch nur, wenn es einen zentralen Stromzähler gibt“, so Wolf.

„Wie sieht es aus, wenn ich das mit Balkonsolar kombinieren möchte?“ Das sei kein Problem, da damit ja zuerst die elektrischen Geräte im Haushalt betrieben würden. Für das Laden eines Autos würde aber auch die demnächst erlaubte Maximalleistung von 800 kW nicht ausreichen.

„Wie stellen Sie sicher, dass sich die Wartezeiten auf die Installateure in Grenzen halten?“ Wolf antwortete: „Man ist nicht darauf angewiesen, einen lokalen Anbieter zu nutzen. Der Suchradius kann ganz einfach erweitert werden.“

Im Anschluss an die Fragerunde sagte Wolf: „Sagen Sie es gerne weiter, dass es das Angebot gibt. Ich hoffe, dass sich in Waldkirch möglichst viele eine Photovoltaikanlage auf das Dach bauen lassen und wir mit dem Klimaschutz vorankommen.“

Termine für das Webinar werden unter www.solarwebinar.de im Dropdownmenü angezeigt. Für weitere Informationen und Fragen steht Klimaschutzmanager Markus Dangel gerne per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. zur Verfügung.

Text/Bild: Stadt Waldkirch

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