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Nachrichten aus Elztal

Internationaler Frauentag im Roten Haus

Unter dem Motto „Starke Frauen – Gemeinsam in die Zukunft wachsen“ hatte der Landkreis Emmendingen zum Auftakt der Aktionstage rund um den Internationalen Frauentag im Mehrgenerationenhaus Rotes Haus geladen.

Die Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion (vordere Reihe, von links): Olesia Besiedina, Jule Rehm (hintere Reihe, von links): Olga Yerochina, Katja Lang, Sultan Atay-Özel

Stadt Waldkirch

Mitorganisatorin der Veranstaltung war die Integrationsbeauftragte der Stadt Waldkirch, Jule Rehm. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Mehr als 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gekommen. In seinem Grußwort erinnerte Landrat Hanno Hurth an die Meilensteine der Frauenrechtsbewegung. Die zweite Bürgermeisterstellvertreterin, Stefanie Wernet, zeigte sich beeindruckt angesichts der Power, die an diesem Abend im Roten Haus zusammengekommen sei. Das sei ein Zeichen für Gleichstellung und Integration. Denn der Auftakt beschäftigte sich mit den intersektionalen Verflechtungen von Frauen und Migration.

 So war auch der Verein Wesna, der sich für Integration einsetzt, vor Ort. Vereinsvorsitzende Irina Friedemann führte zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Emmendingen, Karin Schuster, durch den Abend.

Starke Frauen – Gemeinsam in die Zukunft wachsen“ war das Motto der Veranstaltung.

Stadt Waldkirch

In einer Podiumsdiskussion wurde die Frage diskutiert, welche potentiale die Vernetzung von Frauen entfalten kann vor allem in der Integration. Olesia Besiedina, die vor dem russischen Angriffskrieg aus der Ukraine geflohen ist, erzählte, wie sie mit vier anderen Müttern eine Kinderbetreuung im Roten Haus aufbaute, sodass die Frauen einen Deutschkurs besuchen konnten. Integrationsbeauftragte Jule Rehm berichtete von den verschiedenen Angeboten, die es im Roten Haus gibt, um Frauen zu stärken und die Integration voranzutreiben. Zum Beispiel das Sprachcafé, das zweimal im Monat stattfindet, und auch eine Kinderbetreuung anbietet. Oder die Interkulturellen Elternmentoren, bei denen Eltern nach einer Schulung Eltern unterstützen, die neu in Waldkirch sind. Die ehemalige Stadträtin Sultan Atay-Özel erzählte von ihren Erfahrungen als Kind kurdischer Einwanderer. Katja Lang, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt im Jobcenter des Landkreises Emmendingen, ermutigte Frauen, sich gegenseitig ihre Stärken zu spiegeln und miteinander zu vernetzen. Olga Yerochina, die ebenfalls aus der Ukraine geflohen ist, gab anderen Frauen, die Deutsch lernen wollen, den Tipp sich in der Mediathek anzumelden. Dort finde man Bücher für jedes Sprachniveau.

Für jede Frau gab es zum Abschluss des Abends eine Rose

Stadt Waldkirch

Im Anschluss hatten die Frauen bei Quiches und Cupcakes Zeit, sich im Café des Roten Hauses zu vernetzen. Bevor jede Frau nach Hause ging, durfte sie sich noch eine Rose mitnehmen.

Text/Bild: Stadt Waldkirch

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