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Nachrichten aus Elztal

Der 9. November: Deutschlands Schicksalstag zwischen Demokratie, Diktatur und Freiheit

Rotary Club Elzach-Waldkirch lädt am 9. November zu einem Vortragsabend mit dem Historiker und Friedensforscher Prof. Dr. Wolfram Wette ein

Der 9. November steht wie kaum ein anderes Datum für die Brüche und Wendepunkte der deutschen Geschichte. Unter dem Titel „Der 9. November – Deutschlands Schicksalstag zwischen Demokratie, Diktatur und Freiheit“ lädt der Rotary Club Elzach-Waldkirch am Montag, 9. November 2026, um 18:30 Uhr zu einem besonderen Vortragsabend in den Saal St. Margarethen in Waldkirch ein.

Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung hat Waldkirchs Oberbürgermeister Michael Schmieder übernommen. Er wird den Abend mit einem Grußwort eröffnen und begleiten. Damit unterstreicht die Veranstaltung zugleich ihre besondere Bedeutung für Waldkirch und die Auseinandersetzung mit Demokratie, gesellschaftlicher Verantwortung und Erinnerungskultur vor Ort.

Revolution und Demokratiebewegung, die Ausrufung der Republik, nationalsozialistische Gewalt und Verfolgung sowie schließlich der Fall der Berliner Mauer: Mit dem 9. November verbinden sich zentrale Wegmarken der deutschen Geschichte. Die Ereignisse der Jahre 1848, 1918, 1923, 1938 und 1989 stehen für Demokratie und Diktatur, Hoffnung und Verfolgung, Freiheit und Extremismus. Ihre Auswirkungen und die daraus erwachsende Verantwortung reichen bis in die Gegenwart.

Als Referenten hat der Rotary Club Elzach-Waldkirch Prof. Dr. Wolfram Wette eingeladen. Der Historiker, Friedensforscher und Publizist zählt zu den bedeutenden deutschen Militär- und Friedenshistorikern. Seine Arbeiten zur deutschen Militärgeschichte, zum Nationalsozialismus, zu Krieg und Frieden sowie zur Erinnerungskultur haben die historische Aufarbeitung und Friedensforschung maßgeblich bereichert.

Der Abend soll dabei nicht allein den Blick zurück richten. Unter dem Leitgedanken

„Erinnern. Verstehen. Verantwortung übernehmen.“

geht es zugleich um die Frage, welche Bedeutung die Erfahrungen der deutschen Geschichte für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und ein friedliches Zusammenleben heute haben.

Für Rotary ist diese Auseinandersetzung eng mit dem eigenen Selbstverständnis verbunden. Frieden und Völkerverständigung gehören zu den zentralen Handlungsfeldern von Rotary International. Die Organisation investiert in Friedensbildung und den Aufbau entsprechender Kompetenzen. Zugleich unterstützt Rotary Projekte, die an grundlegenden Ursachen von Konflikten ansetzen, darunter Armut, Diskriminierung, ethnische Spannungen, mangelnder Zugang zu Bildung und die ungleiche Verteilung von Ressourcen.

Eine besondere historische Verbindung besteht zwischen Rotary und den Vereinten Nationen. Bereits 1945 wurde Rotary International eingeladen, die amerikanische Delegation bei der United Nations Conference on International Organization in San Francisco zu beraten, jener Konferenz, auf der die Charta der Vereinten Nationen ausgearbeitet wurde. Diese Verbindung besteht bis heute fort: Über sein Rotary Representative Network unterhält Rotary Beziehungen zu wichtigen zwischenstaatlichen Organisationen, UN-Sonderorganisationen und weiteren internationalen Institutionen. Rotary verfügt dabei über einen hohen Konsultativstatus und gehört nach eigener Darstellung zu den angesehenen Nichtregierungsorganisationen in der Zusammenarbeit mit dem UN-System.

Ein weiterer wesentlicher Baustein dieser Friedensarbeit sind die Rotary Peace Fellowships. Rotary vergibt jährlich vollständig finanzierte Fellowships an Führungspersönlichkeiten aus aller Welt, die an den Rotary Peace Centers studieren und sich für Friedensförderung und Konfliktprävention qualifizieren. Damit verbindet Rotary internationale Verständigung mit konkreter Bildungsarbeit und dem Aufbau von Kompetenzen für eine friedlichere Gesellschaft.

Der Vortragsabend in Waldkirch erhält vor diesem Hintergrund eine über die historische Betrachtung hinausgehende Dimension. Erinnerungskultur, demokratische Verantwortung und Friedensarbeit gehören unmittelbar zusammen. Der Blick auf Revolution, das Scheitern von Demokratie, nationalsozialistische Gewaltherrschaft und die friedliche Überwindung der deutschen Teilung macht deutlich, wie wenig selbstverständlich Freiheit, Demokratie und friedliches Zusammenleben ist.

Gerade angesichts gesellschaftlicher Polarisierung und internationaler Spannungen versteht der Rotary Club Elzach-Waldkirch den Abend deshalb auch als Einladung zum Dialog: Geschichte zu erinnern, ihre Zusammenhänge zu verstehen und daraus Verantwortung für Gegenwart und Zukunft abzuleiten.

Der Rotary Club Elzach-Waldkirch lädt Interessierte dazu ein, sich gemeinsam mit Prof. Dr. Wolfram Wette den prägenden Ereignissen dieses deutschen Schicksalstags zu stellen und über deren Bedeutung für unsere Gesellschaft, unsere Demokratie und ein friedliches Zusammenleben ins Gespräch zu kommen.

Veranstaltungsdaten

Titel: Der 9. November – Deutschlands Schicksalstag zwischen Demokratie, Diktatur und Freiheit
Referent: Prof. Dr. Wolfram Wette
Termin: Montag, 9. November 2026, 18:30 Uhr
Ort: Saal St. Margarethen, Waldkirch
Leitgedanke: Erinnern. Verstehen. Verantwortung übernehmen.

Text/Bild: Rotary Club Elzach-Waldkirch

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