„Auf Europa-Reise“ ins Kohlenbacher Tal zum Abschluss der Orgelschlemmerwochen – mit mehrfachem Orgelspiel
Schwarzwaldverein Kollnau-Gutach widmete sich bei den Orgelschlemmerwochen passend dem Wandern, Orgeln und Schlemmen – Nächstes Jahr 25 Jahre Orgelköche

Wandern, Orgeln und Schlemmen. Dazu passt das Badner Lied auf der Drehorgel von Martin Hünerfeld, mitgesungen von der Wandergruppe des Schwarzwaldvereins Kollnau-Gutach und von Michael und Andreas Gluminski vom Kohlenbacher Hof.
Waldkirch (hbl). Wandern, dazwischen geistige und abschließend kulinarische Nahrung. Der Schwarzwaldverein Kollnau-Gutach war am Abschlusstag der Waldkircher Orgelschlemmerwochen voll im Element, aber mit einem besonderen Akzent. Orgelmusik in der St. Josefs-Kirche und Bläsikapelle, Drehorgelklänge bei der gemütlichen Wanderung und als Renner der Orgelteller Im „Kohlenbacher Hof“. Es war ein sehr schöner Abschluss der im Oktober stattfindenden Orgelschlemmerwochen „Auf Europa-Reise“, wenngleich die Wanderer auf heimischem Boden blieben.
Der Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Kollnau-Gutach, Martin Hünerfeld, war mit der Teilnahme und der Resonanz voll zufrieden. Es sollte etwas anderes werden und die 20-köpfige Wandergruppe versammelte sich auf dem Albert-Burger-Platz, ehe sie in der St. Josefs-Kirche vom Organisten und Waldkircher Orgelbauer Wolfram Stützle erwartet wurden. Zuvor gab Hünerfeld erläuternde Worte zur Kirche. Stützle stellte die zwei Kirchenorgeln vor, Die Gegensätze könnten nicht größer sein, was sich alleine schon in der Anzahl der Pfeifen widerspiegele. So habe die größte Orgel des Tales in St. Josef stolze 3.177 Pfeifen, während die Bläsikapelle ganz bescheidende 216 aufweise. Als erstes zeigte der Organist die volle Klangfülle der Kirchenorgel und spielte unter anderem Werke von Bach und Vivaldi.
In der Bläsikapelle gab es zusätzliche Erläuterungen von Bernd Reinbold zum kleinen Gotteshaus am Eingang des Kohlenbacher Tal. Zuerst als kleine Kapelle gebaut wurde sie erst 1887 um das Kirchenschiff zur heutigen Größe erweitert. Viele interessante Details gab Reinbold preis wie zu den Votivtafeln, den Figuren und den Fenstern. Das Hauptglasfenster gestaltete kein Geringerer als der bekannte Ulmer Professor und Künstler Wilhelm Geyer, der zudem mit den Geschwister Scholl befreundet war.

Wolfram Stützle, Organist und Orgelbauer aus Waldkirch, spielte nicht nur die Orgeln in der St. Josefs-Kirche und der Bläsikapelle, sondern erläuterte diese auch und zeigte die Bedeutung einiger Pfeifen wie hier in der Bläsikapelle. Orgelbaukunst und Kultur, Essen und Genießen flossen an diesem Sonntagnachmittag schön ineinander.
Vom von der Kirchenorgel zum Drehorgelspiel – mit dem Badner Lied
Beim Drehorgelbesitzer Martin Hünerfeld darf bei solch einem Anlass sein eigenes Instrument nicht fehlen. Schließlich sollen bei den Orgelschlemmerwochen alle Register gezogen werden, wie er selbst in seiner Ankündigung für die Wanderfreunde schrieb. Bei einem Zwischenstopp durften alle fleißig die Europa-Hymne mitsingen und am Wanderziel versammelte sich die Gruppe vor dem „Kohlenbacher Hof“ zusammen mit Michaela und Küchenchef Andreas Gluminski, ehe das wohl bekannte Badner Lied erklang.
Jetzt machte sich der Hunger bemerkbar. Die Meisten bestellten den Orgelteller mit dem ungarischen Rindergulasch Szegediner Art, der bei ihr sehr gut ankam, freute sich die stellvertretende DEHOGA-Bezirksvorsitzende Gluminski. Die Servicekräfte verteilten kräftig die Überraschungsgeschenke mit einem Marmeladengläschen und die Gewinnspielteilnahmekarten, so wie auch bei den anderen Orgelköchen. Die Gäste mussten nur noch passend das diesjährige Motto „Auf Europa-Reise“ angeben und hoffen nun auf die Auslosung mit den Gewinnmöglichkeiten für den Europa-Park, Baumkronenweg und Schwarzwaldzoo. Die Stimmung in der Gruppe war prächtig und alle genossen den Ausklang eines herrlichen Oktobersonntags – dem letzten Tag der 25. Orgelschlemmerwochen. Insgesamt blicken die Orgelköche auf erfolgreiche Jubiläumsschlemmerwochen zurück. Auch die zwei Neuen mit der „Kandel-Kulinarik“ und dem „Weinstüble-Der Grieche“ sind zufrieden.

Im Kohlenbacher Hof wurden viele Orgelteller bestellt, wozu ein Überraschungsgeschenk kredenz wurde. Dazu musste das Lösungswort „Auf Europa-Reise“ auf die Gewinnspiel-Teilnahmekarten geschrieben werden, das Motto der diesjährigen 25. Waldkircher Orgelschlemmerwochen.
Nächstes Jahr werden die Orgelköche 25 Jahre jung
Die Wander-, Orgel- und Schlemmeraktion ist ein schönes Beispiel, wie Handwerkskunst und Kultur, Orgelbau und Kochkunst, Essen und Genießen zusammengeführt werden kann. Der Orgelbau Waldkirch – nächstes Jahr wird er 225 Jahre alt – glänzt so mit vielen Facetten und die Orgelköche wollen 2024 bestimmt wieder in der Küche den Ton angeben. Sie werden schließlich nächstes Jahr 25 Jahre alt.





