Abschiedsbahnhof für die Waldkircher Monica und Oliver Dormanns vor ihrem neuen Lebensabenteuer in Chile
Drehorgelklänge auf dem Freiburger Hauptbahnhof begleiten den ehemaligen Buchhändler vor der langen Reise nach Südamerika, wo ein neuer Lebensabschnitt wartet

Kleiner, großer Bahnhof auf dem Freiburger Bahnsteig, ehe der ICE anrollte. Oliver Dormanns (2. von rechts) und Monica Dormanns (2. von links) wurden von Carola Wehrbein, Christine Dormanns-Reich, Sepp Reich und Wolfgang Brommer verabschiedet. Passend für den Buchhändler und Orgelfreund Oliver Dormanns die für Waldkirch typischen Drehorgelklänge und ein vorgetragenes Abschiedslied „Vom Städele hinaus“. Die Reise nach Chile konnte beginnen, wo das Ehepaar Dormanns mit dem Führen eines Hostels einen neuen Lebensabschnitt beginnt.
Waldkirch (hbl). Nun sind sie unterwegs. Mit Drehorgelspiel und Abschiedslied wurden Oliver und Monica Dormanns früh am Montagmorgen auf dem Freiburger Bahnhof zu ihrer langen Reise nach Chile verabschiedet, bevor der ICE um 7.53 Uhr pünktlich einfuhr und das neue Kapitel des Ehepaars unwiderruflich einleitete.
Die Überraschung ist gelungen, als Wolfgang Brommer mit seiner Drehorgel auf dem Bahnsteig langsam näherkam und die beiden „Auswanderer“ sichtlich überraschten. Wolfgang Brommer, Christine Dormanns-Reich und Sepp Reich, Carola Wehrbein als Nachfolgerin der Buchhandlung Augustiniok, die Oliver Dormanns seit den Neunziger Jahren als Inhaber führte und Hubert Bleyer als Vertreter der Waldkircher Orgelwelt zückten das Abschiedstuch, sangen mit der Drehorgel begleitet dem Ehepaar Dormanns ein Abschiedslied. Nach der Melodie „Zum Städele hinaus“ sangen sie Monica und Oliver Dormanns ein eigens, umgetextetes Lied mit der Bitte, auch wieder einmal zurückzukommen.
Beide waren sichtlich gerührt. Mit im Gepäck bzw. vorab im Container hat der ehemalige Buchhändler, ehemalige Vorsitzender der Werbegemeinschaft und Orgelfreund seine eigene Drehorgel verschifft. Viele Notenrollen gab es von Sepp Reich dazu. Und schon fuhr der ICE nach Frankfurt ein. Ein letztes gegenseitiges Umarmen und Winken der Dormanns und des Abschiedskomitees. Es begann die 24-stündige Reise, der Flug von Frankfurt über Bogota (Kolumbien) nach Santiago de Chile, wo die letzten 1.000 Kilometer in das südlich gelegene Puerto Octay warteten. Dort werden sie ihr eigenes Hostel betreiben und ihre neue Auslandsphase beginnen, wie Oliver Dormanns es beschreibt. Schließlich werden sie ihre Wohnung in Waldkirch behalten, wo sie doch ab und an wieder vorbeischauen wollen. Doch zunächst gilt es, sich von den Reisestrapazen auf den südamerikanischen Kontinent zu erholen und sich auf Chile, ein neues Land, neue Kultur und Mentalität einzuleben. Einen kleinen Einblick in den neuen Lebensabschnitt bietet ein Schaufenster der Buchhandlung Augustiniok, das Oliver Dormanns ein letztes Mal gestaltete und somit die Waldkircher an seinem neuen Lebensabschnitt in Chile teilhaben lässt.


