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Nachrichten aus Bodenseekreis

Herbstgenuss in der Vierländerregion Bodensee: So schmeckt die Erntezeit

Wenn sich die Obstgärten und Weinberge rund um den Bodensee golden färben, beginnt eine der genussreichsten Zeiten des Jahres. Äpfel werden von den Bäumen geholt, in den Rebbergen läuft die Weinlese und auf Feldern und Märkten stapelt sich die Herbsternte. 

Herbst am Bodensee

Lisa Dünser Deutsche Bodensee Tourismus GmbH

 Rund um den See wird Erntedank dabei nicht nur gefeiert, sondern erlebt: bei Begegnungen mit Obstbauern und Winzerinnen, auf Wanderungen durch die Reben, beim Einkauf im Hofladen oder bei traditionellen Herbstfesten. Die Vierländerregion Bodensee verbindet regionale Lebensmittel, jahrhundertealtes Handwerk und gelebte Tradition zu einem vielseitigen Herbstgenuss.

Apfelernte am Bodensee
Kaum eine Frucht steht so sehr für den Bodensee wie der Apfel. Rund 270.000 Tonnen werden jährlich in der Region geerntet, allein am deutschen Bodenseeufer wachsen die Früchte auf etwa 7.000 Hektar. Rund 1.200 Obstbaubetriebe kultivieren hier eine große Sortenvielfalt. Das milde Seeklima mit warmen Tagen und kühlen Nächten schafft dabei besondere Bedingungen für den Obstanbau.
Wie eng Landschaft und Apfel miteinander verbunden sind, zeigt sich im schweizerischen Altnau besonders eindrucksvoll: In der Thurgauer Gemeinde gibt es mehr Apfelbäume als Einwohner. Der Altnauer Apfelweg führt auf drei Routen durch die Obstgärten und vermittelt an 24 Stationen Wissenswertes über Anbau, Sorten und die Arbeit der Obstproduzenten. Anschließend landet die Ernte auf kurzen Wegen in Hof- und Dorfläden, Gaststätten und Besenbeizen – vom frischen Apfel bis zu Öpfelchüechli und weiteren regionalen Spezialitäten.

Wenn am Bodensee „geherbstet“ wird
Auch in den Weinbergen rund um den See herrscht im Spätsommer und Herbst Hochbetrieb. Seit mehr als 2.000 Jahren wird am Bodensee Wein angebaut. Heute prägen Rebberge auf deutscher, österreichischer, schweizerischer und liechtensteinischer Seite die Kulturlandschaft. Gerade zur Lesezeit lässt sich vielerorts unmittelbar erleben, wie aus den Trauben der neue Jahrgang entsteht.
Die herbstlichen Weinlandschaften lassen sich zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Ein besonderes Beispiel ist der rund neun Kilometer lange Weinweg Weinfelden im Thurgau. Er führt durch die Rebberge am Ottenberg, vermittelt unterwegs Wissenswertes über den regionalen Weinbau und bietet mit einem Weinsafe die Möglichkeit, direkt am Weg ausgewählte Weine zu degustieren.
Wer die Weinregion großräumiger entdecken möchte, kann der Ostschweizer Wein-Route von Schaffhausen durch den Thurgau bis nach St. Gallen folgen. Dort wird in 30 Gemeinden Wein angebaut. Neben Pinot Noir und Müller-Thurgau wachsen an den Hängen auch pilzwiderstandsfähige Sorten wie Cabernet Jura und Johanniter. Weingüter und Weinkeller unter anderem in Thal, Berneck und Heerbrugg machen den Wein und die Menschen dahinter unmittelbar erlebbar.

Weinlese am Rebhang in Wilchingen

Bruno Sternegg Schaffhauserland Tourismus

Wenn der Hopfen erntereif ist
Auch Hopfen gehört zur Erntezeit am Bodensee. Rund um Tettnang prägen die hoch aufragenden Hopfengärten die Landschaft, bevor im Spätsommer die Dolden geerntet werden. Beim Hopfengut No20 lässt sich nachvollziehen, wie aus dem regional angebauten Rohstoff Bier entsteht. Auf der Schweizer Seite verbindet die Bierstraße von Roggwil nach Rorschach Bewegung und Genuss: Entlang der Route geben regionale Brauereien Einblicke in ihre Braukunst und laden zur Degustation ein. So lässt sich der goldene Herbst nicht nur zwischen Obstgärten und Reben, sondern auch auf den Spuren regionaler Bierkultur entdecken.

Eine Zwiebel mit eigener Tradition
Erntedank am Bodensee bedeutet aber weit mehr als Äpfel und Trauben. Auf der Halbinsel Höri gehört eine ganz besondere Zwiebel zum kulinarischen Herbst: die Höri-Bülle. Die charakteristische rote Speisezwiebel ist eng mit der Landschaft und Landwirtschaft am westlichen Bodensee verbunden. Am 4. Oktober 2026 steht sie beim traditionellen Büllefest in Moos-Bankholzen im Mittelpunkt. Geflochtene Büllezöpfe, regionale Spezialitäten und Handwerk machen aus der Ernte ein Fest und zeigen, wie selbstverständlich landwirtschaftliche Produkte und Brauchtum am Bodensee bis heute zusammengehören.Auch andernorts wird die Erntezeit gemeinsam gefeiert. Traditionelle Herbstveranstaltungen wie Sichelhenke und Kirchweih verbinden regionale Produkte mit Musik, Handwerk und Geselligkeit und bewahren Bräuche, die vielerorts seit Generationen gepflegt werden.

StartseitePressePressemitteilungen Bratwurst & Bowls St.Gallen

Hannes Heinzer St.Gallen-Bodensee Tourismus

Vom goldenen Herbst auf den Teller
Je weiter der Herbst voranschreitet, desto kräftiger werden auch die Aromen auf den Speisekarten. Vom 17. Oktober bis 22. November 2026 stellen die WildenWochen am Westlichen Bodensee heimisches Wild in den Mittelpunkt. Regionale Gasthäuser kombinieren Wildgerichte mit saisonalen Zutaten aus Feldern, Gärten und Wäldern der Umgebung. Auch in der restlichen Region hält mit der Wildzeit der Herbst Einzug in die Küchen.
Wer nicht nur genießen, sondern wissen möchte, woher die Lebensmittel kommen, findet rund um den See zahlreiche Hofläden, Wochenmärkte und Selbstbedienungsstände. Dort wechseln Äpfel, Kürbisse und Gemüse ebenso direkt vom Erzeuger zum Verbraucher wie Käse, Wurst, Brot und andere regionale Spezialitäten. So wird der Erntedank-Gedanke ganz selbstverständlich Teil einer Reise durch die Region: Die Produkte erzählen von der Landschaft, in der sie entstanden sind – und von den Menschen, die sie anbauen, ernten und verarbeiten.

Weitere Informationen finden Sie unter: Herbstgenuss am Bodensee

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