Workshop zur zukunftsfähigen Gestaltung von Spielflächen.
Stadtverwaltung, Gemeinderat und Ortsvorstehende entwickeln Perspektive für kinder- und familiengerechte sowie inklusive Spielplätze im Kernort und in den Stadtteilen

Mitglieder des Gemeinderates und Mitarbeitende der Stadtverwaltung vor einem im Jahr 2015 von Kindern erstellten Stadtplan
Auf Gemarkung der Großen Kreisstadt befinden sich im Kernort sowie den vier Stadtteilen rund 50 öffentliche Spielflächen für Kinder und Jugendliche – Diese reichen von klassischen Spielplätzen für Familien mit Kleinkindern über Sportflächen mit Basketballfeld bis hin zum Skatepark am Südring, der vor allem Jugendliche anspricht.
Als Grundlage für den gemeinsamen Workshop führte das städtische Bauamt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Bildung, Familie und Soziales eine Bestandsanalyse der öffentlichen Spielflächen durch. Dabei wurden neben der Zugänglichkeit und dem Zustand der Spielgeräte sowie der weiteren Ausstattung auch die Beschattung, die vorrangigen Nutzergruppen und die jeweiligen Stärken und Schwächen untersucht. Die Ergebnisse wurden in übersichtlichen Steckbriefen dokumentiert, die als Grundlage für den gemeinsamen Termin dienten.
„Der diesjährige Hitzesommer, aber auch die in der Stadtgesellschaft zunehmende Bedeutung von öffentlichen Spielflächen waren für uns Anlass, die Spielplätze in Bad Krozingen zu analysieren. Gemeinsam mit dem Gemeinderat, den Eltern, Kinder und Jugendlichen möchten wir die öffentlichen Spielflächen stärken und attraktiver sowie vielfältiger aufstellen“, so Jan Möhring, Leitung des Amts für Planen, Bauen und Umwelt, einleitend.
Im Rahmen eines strukturierten Prozesses tauschten sich die Teilnehmenden konstruktiv darüber aus, wie die Große Kreisstadt ihre öffentlichen Spielflächen noch vielfältiger und attraktiver gestalten kann.Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Spielflächen bereits überzeugen und in welchen Bereichen weiterer Entwicklungsbedarf besteht. Zu Beginn stellte Jan Fischer, Leiter des Fachbereichs Generation und Integration, die vielfältigen Wünsche und Anliegen von Kindern und Jugendlichen vor, die unter anderem im jährlichen Jugendhearing gesammelt werden. „Die Anforderungen an die zeitgemäße Gestaltung von Spiel- und Begegnungsräumen haben sich im Laufe der Jahre deutlich verändert. Neben der Förderung von Kreativität und Bewegung rücken zunehmend die bedarfsgerechte Differenzierung des Spielplatzangebots sowie die gezielte Ausrichtung auf unterschiedliche Nutzergruppen in den Mittelpunkt. Dabei gewinnen kinder- und familiengerechte Gestaltungskonzepte ebenso an Bedeutung wie die Berücksichtigung von Inklusion, Barrierefreiheit und gleichberechtigten Teilhabemöglichkeiten“, so Jan Fischer.
Anschließend tauschten sich die Teilnehmenden in kleineren Gruppen gemeinsam an konkreten Spielflächen dazu aus, wie diese attraktiver umgestaltet werden können. Moderiert wurden die Gruppendiskussionen von Bürgermeister Christoph Ober, Amtsleiter Jan Möhring, Fachbereichsleiter Jan Fischer sowie Stephanie von Detten und Ann-Kathrin Sorg vom Fachbereich Stadtplanung und Umwelt. Neben möglichen Umgestaltungspotentialen wurden so auch Impulse gesammelt, welche Spielgeräte, Angebote oder zusätzlichen Verschattungsmöglichkeiten die Aufenthaltsqualität der öffentlichen Spielflächen erhöhen.
„Der Workshop war ein wertvoller Meilenstein, um unsere Spielplätze fit für die Zukunft zu machen. Im gemeinsamen Austausch haben wir gute Ideen zur Umgestaltung der Spielplätze entwickeln können. Wir werden diese Ideen nun verwaltungsintern nochmal im Detail prüfen und wollen dann gemeinsam mit dem Gemeinderat, den Eltern Kindern und Jugendlichen in die Umsetzung einsteigen“, so Jan Möhring und Jan Fischer abschließend.


