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Nachrichten aus Kunst & Kultur

Künstler Basim Magdy erhält Preis der Helmut-Kraft-Stiftung

Sein Werk „PINGPINPOOLPONG“ geht dauerhaft an das Museum für Neue Kunst

Der in Basel lebende Künstler und Filmemacher Basim Magdy (*1977) erhält den Preis der Helmut-Kraft-Stiftung zur Förderung der bildenden Kunst 2026.

Anbei ein Bild von der Preisübergabe, zu sehen (v.l.n.r.): Ute Stuffer, Leitung Kunstmuseum Ravensburg und Stiftungsrätin der Helmut-Kraft-Stiftung, Viktoria Tiedeke, stellvertretende Leiterin Kunstmuseum Singen, Christine Litz, Direktorin Museum für Neue Kunst und Stiftungsrätin, Jens Weimer, Vorstand der Helmut-Kraft-Stiftung, Basim Magdy, Künstler, Jürgen Kraft, Sohn von Helmut Kraft und Stiftungsrat, Brigitte Aumayer, Vorstand der Helmut-Kraft-Stiftung, Roland Meder, Kulturbürgermeister Stadt Freiburg

Patrick Seeger / Stadt Freiburg,

Die Auszeichnung würdigt sein multidisziplinäres Werk sowie dessen hohe künstlerische Eigenständigkeit und Qualität. Mit dem Preis ist der Ankauf der interaktiven Rauminstallation „PINGPINPOOLPONG, oder Wie ich lernte, über Fehler zu lachen“ verbunden. Die Arbeit, die derzeit in der Sonderausstellung „Spielfeld. Sport & Kunst“ zu sehen ist, geht als dauerhafte Schenkung an das Museum für Neue Kunst über. Damit erweitert das Haus seine Sammlung um eine weitere raumgreifende, interaktive Arbeit, die das Publikum unmittelbar einbezieht.

„PINGPINPOOLPONG“ ist ein ungewöhnliches Tischtennisspiel: Die Spielfläche hat Löcher wie beim Billard, austauschbare Hindernisse lenken den Ball in unvorhersehbare Richtungen. Ein Spiel nach gewohnten Regeln wird dadurch nahezu unmöglich. Stattdessen fordert die Installation dazu auf, über das eigene Scheitern zu lachen, die Zufälligkeit zu genießen und gemeinsam zu spielen – unabhängig davon, wer gewinnt oder verliert. Das Werk eröffnet damit einen spielerischen Raum für Austausch, Perspektivwechsel und die Auseinandersetzung mit gemeinsamen Regeln.

Magdys Arbeiten werden international in Museen und Ausstellungshäusern gezeigt. Werke befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Museum of Modern Art (MoMA) in New York, des Castello di Rivoli in Turin und des Centre Pompidou in Paris. 2016 wurde der Künstler von der Deutschen Bank als „Artist of the Year“ ausgezeichnet.

Bild von Basim Magdys Installation „PINGPINPOOLPONG“, Ausstellungsansicht Museum für Neue Kunst,

Bernhard Strauss.

Hintergrund

Die 1985 von dem verstorbenen Unternehmer Helmut Kraft in Stuttgart gegründete und 2023 neu ausgerichtete Stiftung vergibt jährlich einen Kunstpreis an bildende Künstler*innen. Preis und Ankauf unterstützen die Ausgezeichneten darin, ihre Arbeiten weiterzuentwickeln und in der Öffentlichkeit bekannter zu werden. Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören unter anderem Hans Haacke, Rosemarie Trockel, Anselm Kiefer, Imi Knoebel, Karin Sander, Gerold Miller, Nicole Wermers und Peter Stauss. 2023 ging der Preis an Havîn Al-Sîndy. Verbunden mit der Preisverleihung war der Ankauf des Werks „Personae“ für das Museum für Neue Kunst.

Text/Bild: Stadt Freiburg im Breisgau

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