Echo – The Emotion Artist Alexander Höller in der Galerie Messmer
Alexander Höller zählt zu den spannendsten Stimmen einer jungen Künstlergeneration, die den Neo-Expressionismus in die Gegenwart führt. Mit seinen kraftvollen, farbintensiven Arbeiten hat er sich innerhalb weniger Jahre als „The Emotion Artist“ einen Namen gemacht.
Alexander Höller in der Galerie Messmer
Seine Werke sind geprägt von unmittelbarer gestischer Energie, emotionaler Direktheit und einer Symbolsprache, die unter die Haut geht.
Schon früh zeigte sich Höllers künstlerische Begabung: Als Kind bemalte er die Steine aus dem Garten seiner Eltern - ein spielerischer Beginn, der den Grundstein für seine heutige Karriere legte. Mit 17 Jahren traf er eine wegweisende Entscheidung: Er brach die Schule ab, um sich ganz der Kunst zu widmen. „Ich wollte mich auf das konzentrieren, was für mich wirklich wichtig ist: die Kunst“, erinnert er sich. Trotz fehlendem Abitur wurde er bereits mit 18 Jahren an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg aufgenommen, später wechselte er nach München, wo er 2020 sein Diplom unter anderem bei Gregor Hildebrandt erwarb.
Seine Malerei speist sich aus einem intensiven Spannungsfeld von Emotion und Ausdruck. Höller arbeitet mit Pinsel und Spraydose, trägt Farbe pastos auf, kratzt, schichtet, übermalt, jeder Strich transportiert Energie. „Art is my passion“, ließ er sich schon mit 16 Jahren auf die Brust tätowieren und diese Leidenschaft prägt bis heute sein gesamtes Schaffen.
Alexander Höller
Ein Höhepunkt seiner aktuellen Ausstellung ist seine Skulptur „ECHO“, ein neues Medium im Werk des Künstlers. Sie entstand in Resonanz auf die Bildserie „Der stumme Schrei“, die während der Corona-Pandemie entstand. In diesen großformatigen Leinwänden verdichten sich Verunsicherung, Stigmatisierung und kollektive Hysterie zu monumentalen Gesichtern, deren gebleckte Zähne und erhobene Mittelfinger zu unmissverständlichen Chiffren des Widerstands werden. Der Schrei bleibt stumm und gerade dadurch ohrenbetäubend. Es ist ein Manifest gegen das Schweigen, gegen Vorurteile und gegen gesellschaftliche Ausgrenzung.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Werkreihe „Wald“, Höllers erste große Abstraktionsserie. Hier wendet er sich der Natur als Sehnsuchtsort zu, der nicht naturalistisch dargestellt wird, sondern als Projektionsfläche für innere Empfindungen. Der Wald erscheint mystisch, entrückt, wie ein Traum, ein Ort der Stille und inneren Einkehr, der weit über das Motiv hinausweist.
Alexander Höllers Energie und kompromisslose Leidenschaft haben ihm früh Türen geöffnet. 2019 war er zu Gast bei Arnold Schwarzeneggers legendärer „Westime Charity Night“ in Los Angeles, wo er eines seiner Werke versteigerte. Der Erlös kam dem Projekt After-School All-Stars zugute, das benachteiligten Jugendlichen neue Perspektiven eröffnet. „Es ist mir wichtig, Jugendliche in ihrer Passion zu stärken“, so Höller. Bereits damals hatten Persönlichkeiten wie Schwarzenegger, Ralf Moeller und Patrick Knapp-Schwarzenegger Werke des jungen Künstlers in ihren Sammlungen.
Seither hat Höller seine Präsenz kontinuierlich ausgebaut: Ausstellungen in München, Wien, St. Moritz, Paris oder London unterstreichen seinen internationalen Anspruch.
Höllers Werk ist mehr als Malerei: Es ist Ausdruck einer existenziellen Haltung. Seine Bilder konfrontieren, reizen, fordern und sie laden zugleich zur Empathie ein. Sie variieren zwischen Wut und Verletzlichkeit, Trotz und Hoffnung, Lautstärke und Stille.
„Für mich ist das hier ein bisschen wie ein Traum“, sagt Höller selbst über seinen bisherigen Weg. Ein Traum, der zeigt, dass man alles erreichen kann, wenn man mit Leidenschaft und Konsequenz an seine Ziele glaubt.
Karina Klucha, Alexander Höller und Jürgen A. Messmer
Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, warum er zu den spannendsten Stimmen des Neo-Expressionismus zählt. Wer Alexander Höllers Werke in all ihrer Intensität erleben möchte, hat jetzt die Gelegenheit sie in Riegel in der Galerie Messmer zu sehen.
Alexander Höller
21.09. - 23.11.2025
Großherzog-Leopold-Platz 1
79359 Riegel am Kaiserstuhl




