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Nachrichten aus Kunst & Kultur

128. Ausstellung im Kunstforum Kork

Katja Lüdtke aus Offenburg erzeugt bei den Besuchern mit ihren Bildern Schmunzeln, Erstaunen und Bewunderung mit leichter und ganz eigener Bildsprache

Auch wenn diese Bildwerke keine Schlagzeilen machen, sie bewirken dennoch Schmunzeln, Erstaunen oder sogar Bewunderung. Wie diese Werke mit leichter Hand gefertigt sind und sich über akademische Betrachtungsweisen hinwegsetzen – das ist schon der Rede wert.

Katja Lüdtke und Anita Frei-Krämer

Katja Lüdtke

Unkonventionell werden von der Offenburger Künstlerin, die auch Lehrerin an einer Brennpunktschule ist, die Bilder komponiert und mit vielfältigen Mitteln hergestellt. Sie verwendet eine besondere Papierart in einer robusten Stärke und nimmt sämtliches Zeichen- und Malmaterial in spontaner Weise in Gebrauch. Sie hat ihre Arbeitsweise oft erprobt und Sprachart und Ausdrucksweisen gefunden und gefestigt.

In der Umsetzung ihrer Gedanken und Assoziationen geht sie intuitiv ans Werk. Verhaltensweisen von Kindern und Erwachsenen begleitet sie durch Montagen nicht zusammenpassender Bildinhalte zu ironischen Bildaussagen. Da können Doppelungen des Motivs verschmitzt oder kritisierend in Augenschein genommen werden oder Montagen von vergrößerten Tierabbildungen oder Segmenten davon zu dadaistisch anmutenden Gebilden geformt werden. Auch mischt sie Städteansichten, Postkarten, Fotografien und Malereien zu frappierenden Ergebnissen. Eine überdimensionale Schnecke oder Schildkröten fahren mit dem Zug oder benutzen eine Stadtbrücke über einen Fluss. Der Absurditäten gibt es genug, dennoch verweisen sie oftmals auf wesentliche charakteristische Inhalte der postmodernen Lebensweise. Dokumente vergangener Zeiten wie Ansichtskarten verfremdet sie ebenfalls mit Elementen aus der Tierwelt. Das Aufbrechen von Zwängen stellt sich von selbst als Erkenntnis ein: Vielleicht Dinge im Alltag anders zu betrachten und zu behandeln.

Text: Anita Frei-Krämer

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