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Für eine starke Pflege

Im Pflege- und Funktionsdienst der Kliniken des Landkreises Lörrach blickt man auf ein dynamisches und arbeitsames Jahr 2024 zurück. Mit einem klaren Ziel vor Augen – die Anzahl festangestellter Pflegekräfte zu erhöhen und den Einsatz externer Honorarkräfte zu minimieren – konnten in der größten Berufsgruppe der Lörracher Kliniken wesentliche zukunftsgerichtete Meilensteine erreicht werden.

Für eine starke Pflege

Die erfolgreiche Rekrutierung neuer Pflegekräfte war ein zentraler Schwerpunkt des Jahres. „Insgesamt konnten wir 150 Gesundheits- und Krankenpfleger neu einstellen“, freut sich Dubravka Kavur, Pflegedirektorin der Kliniken des Landkreises Lörrach. „Über 60 externe Honorarkräfte konnten durch eigene Pflege-Mitarbeitende ersetzt werden, was uns unserem Ziel, mit möglichst wenig Honorarkräften zu arbeiten, ein gutes Stück nähergebracht hat“, so Kavur weiter. Ziel sei es, langfristige Arbeitsverhältnisse aufzubauen und stabile Teams zu fördern.

Erfolgreiche Ausbildung und Übernahmequote

Die Ausbildung zukünftiger Pflegekräfte bleibt ein Grundpfeiler der Personalstrategie. Von den 36 Absolventen der Ausbildung zur Pflegefachkraft in der hauseigenen Berufsfachschule für Pflege wurden 32 übernommen. Darüber hinaus kamen alle zehn erfolgreichen Absolventen der einjährigen Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegehelfer ab November per Festanstellung an Bord des Klinikteams. Besonders erfreulich ist die hohe Übernahmequote von einhundert Prozent in den Ausbildungen zur Operationstechnischen und Anästhesietechnischen Assistenz (OTA/ATA), die auch auf die Qualität und Betreuung in der Ausbildung zurückzuführen ist.

Zum 1. Oktober starteten 44 neue Auszubildende zur Pflegefachkraft und auch das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) hat sich als wichtiger Rekrutierungskanal etabliert. Derzeit absolvieren 35 FSJler ihren Einsatz in den Kliniken und insgesamt wurden 2024 rund zehn Nachwuchskräfte für die dreijährige Ausbildung in der Pflege gewonnen.

Pflegende in Anerkennung

Zusätzlich unterstützen knapp 60 Pflegende in Anerkennung das Pflegeteam. Dabei handelt es sich um Pflegefachkräfte, die im Ausland eine Ausbildung oder ein Studium in der Krankenpflege absolviert haben. 45 von ihnen konnten im abgelaufenen Jahr ihre Berufsanerkennung erfolgreich abschließen und somit als vollwertige Pflegekräfte eingesetzt werden. „Die Einstellung einer eigenen Personal-Care-Managerin war eine gute Entscheidung und ein klares Bekenntnis unserer Kliniken, auch künftig auf Pflegende aus dem Ausland zu setzen“, berichtet Pflegedirektorin Kavur. Die Personal-Care-Managerin kümmert sich um die Begleitung der Pflegekräfte in Anerkennung sowohl im beruflichen als auch im privaten Kontext.

Dubravka Kavur, Pflegedirektorin der Kliniken des Landkreises Lörrach

Qualität und Attraktivität durch Zertifizierung und Flexibilität

Ein weiterer Meilenstein des Jahres war die Zertifizierung der Pflegefachschule nach den Kriterien der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV). Diese eröffnet Fördermöglichkeiten für berufliche Weiterbildungsmaßnahmen durch die Agentur für Arbeit. Im Rahmen ihrer Zertifizierung kann die Pflegefachschule der Lörracher Kreiskliniken nun verschiedene Vorbereitungskurse, u.a. speziell für ausländische für Pflegefachkräfte, anbieten.

Zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität wird derzeit der FlexPool im Pflege- und Funktionsdienst aufgebaut. Dieses Modell richtet sich zunächst an externe Bewerber und bietet ihnen maximale Flexibilität in Umfang und Gestaltung ihres Arbeitseinsatzes, da sie ihre Dienstpläne bis zu sechs Monate im Voraus selbst gestalten können. Dafür finden ihre Einsätze bedarfsgemäß in verschiedenen Abteilungen statt.

Kooperation und Weiterbildung

Gemeinsam mit Partnern wie der Uniklinik Freiburg wurde das Weiterbildungsangebot weiter gestärkt. Ob in den Bereichen Anästhesie, Intensivpflege, Notfallmedizin, Onkologie oder Psychiatrie – Fachweiterbildungen sichern den Pflegekräften eine hochwertige Qualifikation und den Kliniken langfristig exzellentes Personal. Praxisanleiter mit spezieller Weiterbildung begleiten Auszubildende intensiv und gewährleisten so eine fundierte Ausbildung.

Weitere Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und für Mitarbeiterbindung

Die Kliniken setzen auf eine breite Palette von Maßnahmen, um dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen und Mitarbeitende zu binden. So präsentieren sie sich auf Messen, um mit Interessierten in direkten Kontakt zu kommen und über ihr vielfältiges Berufsangebot aufzuklären. Neben Kooperationen mit Schulen punktet die eigene Berufsfachschule für Pflege mit einem starken Ausbildungsangebot.

Auf verlässliche Dienstpläne und einen strukturierten Plan zum Abbau von Überstunden als wichtigen Baustein für die Zufriedenheit der Mitarbeitenden legen die Verantwortlichen in der Pflege der Kreiskliniken ebenfalls großen Wert. Für die langfristige Mitarbeitendenbindung in allen Bereichen setzen die Kliniken auf diverse Benefits – von Jobrad und Jobticket über eine zusätzliche Krankenversicherung bis hin zu weiteren Anreizen, die den Arbeitsplatz attraktiver gestalten.

Fazit: Eine starke Basis für die Zukunft

Das Jahr 2024 zeigt: Das große Engagement und die Fähigkeit der Mitarbeitenden, auch in schwierigen Situationen kreative, zielführende Lösungen zu finden, haben wesentlich zu den Erfolgen im Pflege- und Funktionsdienst beigetragen. Die Lörracher Kliniken gehen ihre Themen an und setzen gezielt auf Qualität, Patientensicherheit und –zufriedenheit sowie Nachhaltigkeit und Innovation. Mit einer klaren Strategie und engagierten Mitarbeitenden beschreiten sie den Weg für eine erfolgreiche Zukunft in der Patientenversorgung.

Text/Bilder: KLINIKEN DES LANDKREISES LÖRRACH GMBH

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