Frühzeitige Behandlung schützt vor Sehbehinderungen im Alter
Zum Welttag des Sehens am 8. Oktober weist die Augenklinik am Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl auf altersbedingte Augenerkrankungen hin

Professor Dr. Christian Mayer, Chefarzt der Augenklinik am Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl
Zum diesjährigen Welttag des Sehens am 8. Oktober und der deutschen Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober macht die Augenklinik am Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl auf die Entstehung und vorsorgliche Behandlung von Sehbehinderungen im zunehmenden Alter aufmerksam. Unter dem Motto „Liebe deine Augen“ stehen in diesem Jahr insbesondere Achtsamkeit und Prävention im Umgang mit dem eigenen Sehvermögen im Mittelpunkt.
„Die Hauptursachen für Einschränkungen der Sehfähigkeit bis hin zur Erblindung sind die altersbedingte Makuladegeneration und der Diabetes mellitus mit der diabetischen Retinopathie“, erläutert Professor Dr. Christian Mayer, Chefarzt der Augenklinik am Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl. „Je früher die Erkrankungen erkannt werden, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten.“
Die Makuladegeneration ist eine schwerwiegende Augenerkrankung, bei der der zentrale Bereich der Netzhaut des Auges angegriffen wird. Diese Stelle, auch als „Gelber Fleck“ oder Makula bezeichnet, ist für das Sehen besonders wichtig. Im Verlauf der Krankheit kommt es zu einem fortschreitenden Sehverlust im zentralen Gesichtsfeld. Die weitaus häufigste Form ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD). In Deutschland leiden rund 20 Prozent der 65- bis 74-Jährigen darunter, bei den 75- bis 85-Jährigen sind es schon 35 Prozent. Erste Symptome der Augenkrankheit AMD sind eine verschwommene und verzerrte Wahrnehmung in der Mitte des Gesichtsfeldes: Das Lesen, aber auch das Erkennen von Personen wird schwieriger. „Durch ein frühzeitiges Erkennen der Erkrankung und eine frühzeitige Behandlung lässt sich die Erkrankung in vielen Fällen deutlich hinauszögern und eine Erblindung verhindern“, so Professor Dr. Mayer.
Eine häufige Augenerkrankung im Alter ist auch die diabetische Retinopathie. Sie ist eine durch die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus hervorgerufene Folgeerkrankung der Augen. Die zunehmende Schädigung kleiner Blutgefäße verursacht eine zunächst unbemerkte Schädigung der Netzhaut. Auch sie kann im Verlauf zur Erblindung führen. Die Erkrankung ist zunächst im Anfangsstadium mit keinerlei Beeinträchtigungen für die Betroffenen verbunden. „Da eine frühe Diagnose und ein rechtzeitiger Behandlungsbeginn ausschlaggebend für den Erhalt des Augenlichtes sind, sollten Diabetiker regelmäßig vom Augenarzt untersucht werden“, rät Professor Dr. Mayer.
Sowohl zur diabetischen Retinopathie als auch zur altersbedingten Makuladegeneration berate die Augenklinik Betroffene ausführlich und führe auf der Grundlage großer Erfahrungen mit beiden Erkrankungen aktuelle Therapien durch, so der Facharzt für Augenheilkunde.
Am 12. Januar 2027 wird Professor Dr. Mayer wieder einen Vortrag im Rahmen der Gesundheitsakademie des Ortenau Klinikums halten. Die Veranstaltung zum Thema „Gesunde Augen – gutes Sehen in jedem Alter“ findet im Auditorium des Ortenau Klinikums in Offenburg, Betriebsstelle St. Josefsklinik, statt und beginnt um 19 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Weitere Informationen über die Augenklinik am Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl im Internet unter www.ortenau-klinikum.de.


