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Nachrichten aus News

Das St. Josefskrankenhaus eröffnet Neonatologie „Storchennest“

Das St. Josefskrankenhaus (SJK) freut sich, werdenden Eltern ab Mitte Februar wieder eine umfassende neonatologische Versorgung anbieten zu können. Mit der Wiedereröffnung der Neonatologie unter dem neuen Namen „Storchennest“ kehrt ein zentrales Element der regionalen Gesundheitsversorgung zurück: eine 24/7 pädiatrische Arztpräsenz, die Sicherheit und höchste Qualität für Mutter und Kind gewährleistet. Mitunter das größte Plus für Schwangere der Region dürfte sein, dass sie wieder frei die Geburtsklinik ihres Babys wählen können.

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„Uns haben im vergangenen Jahr unzählige Nachrichten erreicht, die die Verunsicherung in der Bevölkerung zur geburtshilflichen Versorgung widerspiegeln – sowohl hinsichtlich der Wahlmöglichkeit werdender Mütter
als auch bezüglich der nicht zu bewältigenden bevorstehenden Entbindungen in einer einzigen zentralen Institution“, betont Chefärztin Dr. Bärbel Basters-Hoffmann. „Gleichsam haben wir in letzter Zeit eine erhebliche Verschlechterung der Versorgungssituation mitverfolgt, unter anderem durch die Verlegung in andere Landkreise aufgrund mangelnder intensivmedizinischer Versorgungskapazitäten in Freiburg.“

In einem Großraum wie Freiburg, ist eine angemessene Verteilung der Leistungen unverzichtbar. Und, so ist man nicht nur im SJK überzeugt, die politisch geförderte Zentralisierung medizinischer Angebote sollte nicht
bedeuten, dass alle Leistungen an nur einem Standort gebündelt werden. Vielmehr müssen Bedarf und Angebot sinnvoll aufeinander abgestimmt werden, um die Sicherheit für Eltern und Neugeborene nachhaltig zu 
gewährleisten. „Dies ist in Freiburg momentan mit einem neonatologischen Angebot bei drei geburtshilflichen Kliniken nicht der Fall“, so SJK- und Artemed-Geschäftsführer Frank Löscher.

„Storchennest“ sichert hohe Versorgungsqualität der Region
Die Wiedereröffnung der Neonatologie stand entsprechend für die Artemed außer Frage. Seit der Schließung im vergangenen September bestand ein intensiver Austausch mit dem Ministerium, um eine schnelle Lösung zu
finden. Da hier bislang keine Entscheidung getroffen werden konnte, hat man sich nun im St. Josefskrankenhaus entschlossen, die Station eigenständig und mit eigenem Personal zu reaktivieren.

„Wir wären diesen Schritt ungeachtet allen Aufwands bereits früher gegangen, hätten wir nicht lange gehofft, dass Politik und Universitätsklinik im Sinne der Eltern und Kinder eine Lösung für die neonatologische Versorgung direkt in unserem Haus finden würden“, erläutert man im SJK. Zudem habe sich die Versorgungssituation deutlich schlechter entwickelt, als es die Prognosen zuvor vermuten ließen. Und auch war eine eigenständige
frühere Wiedereröffnung aufgrund mangelnder Vorlaufzeit nicht umsetzbar – war doch ein großer Teil der Ärzt:innen von der Universitätsklinik gestellt.

Nun jedoch konnte alles auf die Beine gestellt werden. „Es erschien uns einfach nicht richtig, die verunsicherten Familien länger warten zu lassen“, so Frank Löscher. „Mit der Wiedereröffnung möchten wir einem unhaltbaren
Zustand entgegenwirken und die Versorgungssicherheit wiederherstellen.  Uns ist es wichtig, den Familien in der Region das Qualitätsmerkmal einer 24/7 kinderärztlichen Betreuung zu gewährleisten – auch im St.
Josefskrankenhaus. Und selbstverständlich hoffen wir darauf, dass die Politik dieses Vorgehen im Nachgang unterstützen wird.“

Mutter-Kind-Einheiten – ein in der Region einzigartiges Konzept
Die Strukturen, die bis September 2024 ein Perinatal Level auf höchstem Niveau ermöglichten, sind weiterhin vorhanden und gewährleisten eine reibungslose Wiederaufnahme des Betriebs. Tatsächlich ging man sogar
noch einen Schritt weiter: Ein in Freiburg bis dato einzigartiges Konzept sind die vier Mutter-Kind-Einheiten, die es den Frauen ermöglichen, auch während der intensivmedizinischen Versorgung nach der Geburt in unmittelbarer Nähe ihres Neugeborenen zu bleiben. Dies sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern stärkt auch die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind – ein Aspekt, der in der Geburtshilfe am SJK schon lange im Mittelpunkt steht.

Das Angebot wird nicht nur von werdenden Eltern, sondern auch von Hebammen, Mitarbeitenden der Universitätsklinik und niedergelassenen Kinderärzten ausdrücklich begrüßt. Immer wieder erreichten das geburtshilfliche Team am SJK Rückmeldungen, dass ihre neonatologische Versorgung eine dringend benötigte Ergänzung für die Region darstelle und akut fehle. Mit dem „Storchennest“ setzt das SJK nun auf eigene Faust ein starkes Zeichen für die Verbesserung der regionalen neonatologischen Gesundheitsversorgung und unterstreicht sein Engagement für eine nach wie vor qualitativ hochwertige und familienorientierte Geburtshilfe.

Über das St. Josefskrankenhaus Freiburg
1886 von den Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul gegründet, ist das St. Josefskrankenhaus heute zentrale Anlaufstelle für die Grund-, Regel- und Spezialversorgung im Freiburger Raum. Neben einer
hervorragenden Not- und Dringlichkeitsversorgung bietet das akademische Lehrkrankenhaus der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ein breit gefächertes Leistungsspektrum für alle Generationen. Dabei liegt der Fokus
auf modernen, innovativen und hochspezialisierten Diagnostik- und Therapieverfahren, ebenso wie auf einer individuellen, auf menschliche Zuwendung ausgerichteten Patientenbetreuung Seit Oktober 2020 gehört das St. Josefskrankenhaus zur Artemed-Gruppe.
www.josefskrankenhaus-freiburg.de

 

Quelle/Bild: St. Josefskrankenhaus

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