85 Prozent mehr Arbeitsunfähigkeitsfälle im Kreis Emmendingen
Emmendingen, 14. Juni 2023 – Im Kreis Emmendingen ist die Zahl der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeitsfälle (AU-Fälle) innerhalb eines Jahres um mehr als 85 Prozent und die der Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) um fast 43 Prozent gestiegen

85 Prozent mehr Arbeitsunfähigkeitsfälle im Kreis Emmendingen
Das geht aus einer aktuellen Analyse für den BARMER-Gesundheitsreport hervor. Je 100 Erwerbspersonen aus dem Kreis Emmendingen meldet die Krankenkasse für das vergangene Jahr 191 AU-Fälle und 1.996 AU-Tage. 2021 waren es 103 AU-Fälle und 1.396 AU-Tage „Wir führen diesen Anstieg vor allem auf deutlich mehr Atemwegsinfekte zurück. Nach dem Wegfall der Coronaregeln haben sich Krankheitserreger stärker verbreitet. Und sie hatten ein leichtes Spiel, weil sie auf ein Immunsystem trafen, das aufgrund der Pandemie untrainiert war“, sagt Philipp Knappe, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Emmendingen. So habe sich die Zahl der Krankheitsfälle mit einer entsprechenden Diagnose innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht. Während im Jahr 2021 23 von 100 Erwerbspersonen aus dem Kreis Emmendingen wegen einer Atemwegsinfektion krankgeschrieben gewesen seien, waren es letztes Jahr 81. Und der Anstieg der Fehlzeiten von 140 AU-Tagen auf 528 AU-Tage je 100 Erwerbspersonen entspreche einem Zuwachs um gut 277 Prozent.
Für die Analyse hat die BARMER die Daten von mehr als 341.000 baden-württembergischen Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 64 Jahre ausgewertet. Erwerbspersonen sind Versicherte, die Anspruch auf Krankengeld haben. Hierzu zählen die versicherungspflichtig Beschäftigten, Arbeitslosengeld-I-Empfänger und Selbstständige, die freiwillig bei der BARMER versichert sind und die Anspruch auf Krankengeld haben.


