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Nachrichten aus Region meets Business

Wärmeversorgung Hafner GmbH ist gegründet

Konstanz. Die Stadtwerke Konstanz und die solarcomplex AG haben offiziell eine Projektgesellschaft gegründet, deren Zweck es ist, im Neubaugebiet Hafner im Rahmen des Bauabschnitts 1 einen Wärmeverbund aufzubauen und zu betreiben.

Gemeinsam für die Wärmeversorgung des Hafner: Von links nach rechts Dr. Norbert Reuter (Geschäftsführer Stadtwerke Konstanz), Bene Müller und Verena Binder (Vorstandsmitglieder solarcomplex AG), Gordon Appel (Geschäftsführer Stadtwerke Konstanz), Edgar Kunz (Vorstandsmitglied solarcomplex AG).

Stadtwerke Konstanz/Christopher Pape

Dieser wird den neuen Stadtteil mittels Wärmepumpen mit Außenluft als Umweltwärme regenerativ mit Wärme versorgen. Die Errichtung einer Photovoltaik-Freiflächenanlage (PV-Freiflächenanlage) zur Direktlieferung von erneuerbarem Strom an die Wärmepumpen ist ebenfalls vorgesehen. Die Projektgesellschaft wurde unter dem Namen „Wärmeversorgung Hafner GmbH“ gegründet und hat ihren Sitz in Konstanz.

„Mit der Gesellschaftsgründung sind wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Umsetzung des Wärmeverbundes gegangen“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Gordon Appel. „Dass wir mit der solarcomplex AG einen erfahrenen Partner aus der Region gewinnen konnten, mit dem wir in der Vergangenheit in anderen Projekten bereits sehr gut zusammengearbeitet haben, ist umso schöner.“

Beide Seiten werden vom gegenseitigen Know-how profitieren. Dies beginnt bei der Planung des Projekts, geht über den Aufbau des Geschäftsmodells und der Realisierung bis hin zum Betrieb des Wärmeverbundes. Es wird eine kompetenzbasierte Aufgabenteilung geschaffen, die Synergien freisetzt. „Die solarcomplex AG hat bisher rund 20 Wärmenetze in kleinen und eher ländlichen Gemeinden realisiert. Jetzt gehen wir die Wärmewende in einer mittelgroßen Stadt an. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Konstanz“, so Vorstandsmitglied Edgar Kunz.

Die Stadtwerke Konstanz planen, in den kommenden Jahren vor dem Hintergrund der städtischen Klimaschutzstrategie und der kommunalen Wärmeplanung in mehreren Gebieten parallel Wärmeverbünde zu errichten. Für jedes Einzelne dieser Gebiete besteht ein enormer Planungs- und Umsetzungsaufwand. Dies ist von den Stadtwerken Konstanz allein nicht zu leisten. Das hierfür notwendige Eigenkapital für die Gesamtinvestitionen von etwa 550 Millionen Euro können die Stadtwerke nicht allein aufbringen. Daher wurde bereits 2024 gemeinsam mit dem Aufsichts- und Gemeinderat die Strategie vereinbart, für die einzelnen Projekte Kooperationspartner ins Boot zu holen, um die Last organisatorisch wie finanziell auf mehreren Schultern zu verteilen. Der Aufbau des Wärmeverbundes Hafner ist das erste Projekt, bei dem eine solche Projektgesellschaft ausgegründet wurde.

Text/bild: Stadtwerke Konstanz

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