Schmuck- und Uhrenbranche strahlt
Bundesverband mit Sitz in der Goldstadt verzeichnet ein bemerkenswert starkes erstes Quartal 2025
PFORZHEIM. Die deutsche Schmuck- und Uhrenbranche blickt auf ein äußerst erfolgreiches erstes Quartal des Jahres 2025 zurück. Der Bundesverband Schmuck-, Uhren-, Silberwaren und verwandte Industrien e.V. (BVSU) veröffentlichte jetzt seine Statistik, die ein fast einheitlich positives Bild zeichnet. Sowohl in der Industrie als auch im Einzelhandel stiegen die Zahlen deutlich an.

BVSU-Präsident Uwe Staib (links) und Hauptgeschäftsführer Dr. Guido Grohmann freuen sich über ein starkes erstes Quartal 2025 in der deutschen Schmuck- und Uhrenbranche. Die aktuellen Statistiken des Verbandes zeigen deutliche Zuwächse bei Export und optimistische Aussichten für die kommenden Monate.
Besonders beeindruckend sind die Exportzahlen der Schmuckindustrie: Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Export um 26,3% auf 1,609 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,274 Milliarden Euro). Nach einem bereits guten Januar 2025 verzeichneten Februar und März sprunghafte Anstiege. Allein im März 2025 lag der Export 51,2% über dem Wert des Vorjahresmonats. Es ist jedoch anzumerken, dass ein Teil dieser Steigerung auf den deutlich gestiegenen Goldpreis zurückzuführen ist. Preisbereinigt fielen die Anstiege geringer aus.
Auch bei Uhren und Uhrenteilen gab es einen klaren Aufwärtstrend: Im ersten Quartal 2025 wurden Produkte im Wert von 466,3 Millionen Euro exportiert, ein Plus von 11,5% gegenüber dem Vorjahr (418,2 Millionen Euro). Alle drei Monate des Berichtszeitraums trugen gleichermaßen zu dieser positiven Entwicklung bei.
Beim Import von Fertigwaren und Zulieferprodukten zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Der Schmuckimport stieg im ersten Quartal 2025 auf 1,573 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 58,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass das erste Quartal 2024 ein historisch niedriges Ergebnis verzeichnete.

Bei Uhren und Uhrenteilen gab es hingegen einen Rückgang von 2,3% gegenüber dem 1. Quartal des Vorjahres, bei einer Gesamtsumme von 576,1 Millionen Euro. Dies ist der zweite Rückgang in Folge für das erste Quartal eines jeden Jahres.
Der Blick auf den Einzelhandel für Schmuck und Uhren in Deutschland bestätigt das vorwiegend positive Bild. Während Januar und März starke Monate im Vergleich zum Vorjahr waren, zeigte sich der Februar 2025 leicht schwächer. Die positive Entwicklung des ersten Quartals 2025 steht im starken Kontrast zu einem sehr schwachen ersten Quartal im Vorjahr. Die guten Zahlen im März deuten darauf hin, dass auch die Geschäfte auf den Frühjahrs-Fachmessen besser liefen als im schwachen Vorjahr.
Insgesamt zeigen die Zahlen eine konstantere Entwicklung als im Vorjahr, in dem starke Schwankungen zwischen den einzelnen Monaten des ersten Quartals Ausdruck einer zunehmend breiter werdenden Unruhe in der Branche waren. Obwohl sich die angespannte politische und wirtschaftliche Lage weltweit nicht verbessert hat, scheint die Branche besser mit der Situation umgehen zu können als noch Anfang 2024.

Der BVSU, 1947 in Pforzheim gegründet, vertritt die Interessen von mehr als 170 vorwiegend mittelständisch strukturierten Mitgliedsunternehmen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Er ist Mitglied des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und engagiert sich in wichtigen internationalen Gremien wie dem Weltschmuckverband CIBJO, dem europäischen Uhrenverband CPHE, dem Responsible Jewellery Council (RJC) und der Watch & Jewellery Initiative 2030.


