Philipp Schreiber wird mit dem Rudolf Haufe Nachwuchsförderpreis 2026 ausgezeichnet
Die wissenschaftliche Arbeit des Preisträgers schafft Klarheit bei der Betriebsaufspaltung und nimmt ein Jahrhundert Rechtsunsicherheit in den Fokus.

Der Preisträger Philipp Schreiber.
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Im Rahmen der feierlichen Eröffnung des akademischen Jahres an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg wurde der Rudolf-Haufe-Preis verliehen: Die Dissertation von Philipp Schreiber widmet sich der Betriebsaufspaltung, einem der komplexesten und praxisrelevantesten Rechtsinstitute des deutschen Steuerrechts. Ziel der Untersuchung ist es, bestehende dogmatische Inkonsistenzen zu überwinden und Rechtsanwendern eine verlässliche Grundlage für steuerliche Planungen und Entscheidungen zu bieten. Der Preis wird von Haufe, einer Marke der Freiburger Haufe Group, gestiftet und ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Betriebsaufspaltung, das bedeutet die Aufteilung einer wirtschaftlich einheitlichen Tätigkeit auf zwei rechtlich selbstständige Rechtsträger, beschäftigt Rechtsprechung und Wissenschaft seit nahezu hundert Jahren. Obwohl sie in der unternehmerischen Praxis weit verbreitet ist, existiert bis heute keine gesetzliche Kodifizierung. Die maßgeblichen Grundsätze wurden allein durch richterliche Rechtsfortbildung entwickelt und sind nach wie vor nicht abschließend geklärt. Das birgt erhebliche Folgen für die Rechtssicherheit betroffener Unternehmen und ihrer Berater. Verlässliche Orientierung für die steuerliche Praxis Ein besonderer Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der internationalen Dimension: Schreibers Arbeit prüft, inwieweit die Grundsätze der Betriebsaufspaltung auf grenzüberschreitende Sachverhalte übertragbar sind, und analysiert die steuerlichen Implikationen unter Berücksichtigung des Abkommensrechts. Dieser Aspekt gewinnt angesichts zunehmend internationaler Unternehmensstrukturen erheblich an Bedeutung. Die mit summa cum laude (1,0) bewertete Dissertation schließt somit eine bedeutende Forschungslücke und richtet sich an Steuerberater:innen, Rechtsanwält:innen, Unternehmensjurist:innen sowie Finanzrichter:innen und -behörden. Sie bietet nicht nur eine fundierte dogmatische Analyse, sondern liefert auch praxisorientierte Handlungsempfehlungen für die steuerliche Gestaltung von nationalen und internationalen Betriebsaufspaltungen. Über den Rudolf-Haufe-Preis Der nach unserem Unternehmensgründer Rudolf Haufe benannte Preis wird seit 2002 vergeben und würdigt jährlich wissenschaftliche Arbeiten mit außergewöhnlichem Praxisbezug – ein Beitrag zur Förderung praxisnaher Forschung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, mit der die Haufe Group seit 30 Jahren eine enge Zusammenarbeit verbindet. Für den Preis können Dissertationen aus den rechts- oder wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten vorgeschlagen werden. Ein Kuratorium aus Vertreter:innen der Universität sowie der Haufe Group wählt daraus die Preisträger:innen aus. Auch in diesem Jahr war Miron Schneckenberger Teil des Auswahlgremiums – Teamleiter bei COS in der juristischen Fachredaktion, Jurist und selbst Alumnus der Uni Freiburg.
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