Grenzen neu denken – Kultur und Wirtschaft gemeinsam leben
Rheinau-Linx, 5. März 2020 – Am gestrigen Abend wurde im inspirierenden Ambiente der "World of Living" des Unternehmens WeberHaus ein starkes Zeichen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich gesetzt. Unter dem Motto „Grenzen neu denken – Kultur und Wirtschaft gemeinsam leben“ kamen über 150 Unternehmen aus beiden Ländern zusammen, um neue Impulse zu setzen und den Austausch zwischen den Regionen zu fördern.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Region im Blick mit ihrer Veranstaltungsreihe Blickpunkt starkes Netzwerk, der CCI Alsace Eurométropole und der IHK Südlicher Oberrhein . Ziel war es, die wirtschaftliche Dynamik der Region am Oberrhein zu stärken und den Dialog zwischen den Akteuren beiderseits des Rheins zu fördern.
Die Region am Oberrhein ist geprägt von zwei Sprachen und Kulturen und bietet enormes Potenzial für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Dennoch bestehen weiterhin zahlreiche Hürden, die Unternehmen bei der Expansion in den Nachbarmarkt überwinden müssen. Dazu zählen steuerliche und regulatorische Komplexität, bürokratische Hindernisse sowie ein unzureichender politischer Rahmen, der die Realität grenzüberschreitender Geschäftsbeziehungen nicht ausreichend berücksichtigt. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen stehen hier vor großen Herausforderungen.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Blickpunkt starkes Netzwerk setzten hochkarätige Referenten wie Isabelle Burget (Batorama), Dr. Moritz Feninger (MACK One), Dr. Dieter Salomon (IHK Südlicher Oberrhein) und Stephan Jager (WeberHaus) mit ihren Beiträgen wichtige Impulse. Sie präsentierten konkrete Beispiele für erfolgreiche grenzüberschreitende Kooperationen und zeigten auf, wie Hindernisse überwunden werden können.

Die Referenten des Abends begeistern mit Expertise und Engagement : v.l,n.r: Dr. Dieter Salomon (IHK Südlicher Oberrhein), Isabelle Burget (Batorama), Dr. Moritz Feninger (MACK One) und Stephan Jager (WeberHaus)
Besondere Aufmerksamkeit erhielten zwei herausragende Projekte im Rahmen des Business Twin-Programms, das durch das Interreg-Programm sowie die CCI Alsace Eurométropole und die IHK Südlicher Oberrhein unterstützt wird:
- Die Kooperation zwischen grand angle | Le sens à propos und abc context media consulting*
- Die Zusammenarbeit zwischen Daniel Stoffel und der METRO Deutschland GmbH
Diese Projekte verdeutlichten eindrucksvoll, wie durch gezielte Partnerschaften Synergien geschaffen und Erfolge erzielt werden können.
Ein zentrales Fazit des Abends war die Erkenntnis, dass menschliche Beziehungen die Basis für eine nachhaltige und erfolgreiche Zusammenarbeit darstellen. Über 50 Unternehmen aus dem Elsass, darunter 35 aus dem Partnernetzwerk der CCI Alsace Eurométropole, nutzten die Gelegenheit, um ihre grenzüberschreitenden Aktivitäten zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen.

Der Blick nach vorn: Europa stärken
Die Podiumsdiskussion verdeutlichte zudem, dass Europa über die wirtschaftliche Kraft, das Know-how und die Innovationsfähigkeit verfügt, um im globalen Wettbewerb, auch gegenüber den USA zu bestehen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass Europa seinen Binnenmarkt konsequenter gestaltet. Weniger bürokratische Hürden, pragmatische Lösungen für Unternehmen und ein gemeinsames Verständnis für wirtschaftliche Zusammenarbeit sind essenziell, um das volle Potenzial der Region auszuschöpfen.
Die Veranstaltung hat gezeigt, dass die Region am Oberrhein ein einzigartiges Ökosystem mit enormen Chancen ist. Zwei Kulturen, viele gemeinsame Möglichkeiten es gibt noch viel zu gestalten, doch der gestrige Abend war ein wichtiger Schritt in Richtung einer noch engeren wirtschaftlichen Zusammenarbeit.





